Monatliches Archiv:Oktober 2013

Presselinks zur PR-Offensive von Bayer

– Bayer versuchte die CO-Pipeline wieder sicher zu reden… Das Beste aus den Medien zuerst: Kommentar WZ: Gelassenheit geht anders Bericht WZ: Bayer beschwört die Sicherheit seiner umstrittenen CO-Pipeline WZ Wirtschaftsteil: CO-Pipeline: Einsatzkräfte sollen maßgeblich mitreden NRZ: Bayer hält an CO-Pipeline durch Duisburger Stadtgebiet fest NGZ/RP: Bayer will CO-Pipeline in Betrieb nehmen SAT1-NRW: CO-Pipeline Beitrag CenterTV: Planänderungsverfahren läuft

CO-Pipeline: Neue Presseoffensive von Bayer

– wenn die Bezirksregierung Infos zur Erörterung veröffentlicht und die Initiative Stopp-CO-Pipeline auf die Straße geht, ist Bayer im Zugzwang… Mit IFOK hat es ja nicht geklappt, das Projekt “Giftgas durch Wohngebiete” der Initiative und den Bürgern schön reden zu lassen, jetzt wird es eben erneut direkt mit der Presse versucht. Zitat RP Die Teststrecke, den Aufbau der Pipeline sowie die Sicherheitseinrichtungen will Bayer Material Science am kommenden Dienstag Pressevertretern in Monheim zeigen: Vorstandsmitglieder und der Projektleiter sollen anwesend sein. Apropos IFOK – den tollen Dialog hatten die Initiativen abgesagt. Ein statt dessen vorgeschlagene direkte Diskussion mit Bayer wurde von Bayer nicht gewünscht. Hier müssen wir die RP korrigieren: Zitat RP: Unterdessen kam beim dritten Pipeline-Forum mit ausgesuchten Teilnehmern, also ohne die Initiativen, in der Ratinger Stadthalle erwartungsgemäß nicht Neues heraus. Die initiativen waren ausgesucht! Und endlich jemand gefunden für das Forum der Bayer bestätigt die Pipeline ist sicher. Die gebetsmühlenartigen Wiederholungen mag keiner mehr hören! Zitat RP: Die Leitung sei “sicher, auch im Betrieb”, verkündete Jan Spiekhout, Rohrleitungsexperte aus den Niederlanden. Zitat RP: Die Wahrscheinlichkeit von Beschädigungen der Pipeline sei gering, sagte Spiekhout. Genauso unwahrscheinlich wie der Gau bei Atomkraftwerken – siehe Tschernobyl und Fukushima. Diese Sicherheit hat uns der damalige RP Büssow schon 2007 prognostiziert mit seinem legendären Spruch: “Die Pipeline ist sicher wie ein Atomkraftwerk” Keine weitern Fragen Euer Ehren Hier der Link zum Artikel in der RP: Gegner der CO-Pipeline planen eigene Anhörung

Informationsoffensive der Bezirksregierung zur CO-Pipeline

– alles von heute (28.10.2013): Pressemitteilung, Info-Broschüre und Tagesordnung PM: Nichtöffentlicher Erörterungstermin im Planänderungsverfahren – Dienstag 05. November 2013 ab 10.00 Uhr in der Essener Grugahalle Info-Broschüre: Erörterungstermin der Bezirksregierung Düsseldorf Und hier die mit Spannung erwartete (nichtssagende) Tagesordnung: Tagesordnung zum Erörterungstermin ab 05.11.2013

Anhörung hier vor Ort und öffentlich

– Aufruf zur Demo am Samstag, 2.November 2013 Die Bezirksregierung Düsseldorf hält ab dem 5.November 2013 die Anhörung in der Essener Gruga “nichtöffentlich” ab. Das ist sicher rechtens, aber eben nicht bürgerfreundlich, wenn – Teilnehmer weitab von der Trasse nach Essen reisen sollen – es zum Ablauf der Anhörung noch keine Informationen gibt – aber Pflichten bereits formuliert sind: Anstellen und Ausweis vorzeigen Das ist bei uns unserer Aktion ganz anders und bürgerfreundlicher. Wir rufen ohne Anmeldung und lange Wege ganz in der Nähe zur CO-Pipeline-Trasse zur Demonstration und öffentlichen Anhörung auf. Wir starten am Samstag 2. November 2013 ab 10.30 Uhr Ortsgrenze Hilden-Süd/Langenfeld und werden ab 11:55 auf dem Alten Markt gemeinsam mit Landrat und Bürgermeistern und Bürgerinnen und Bürgern die Anhörung in aller Öffentlichkeit starten. Mit einer spektakulären Schlussaktion wollen wir das CO-Gespenst dann “entschwinden” sehen.

Düsseldorf wehrt sich bis zum Äußersten gegen die CO-Pipeline

– Brunsbüttel zeigt Wirkung Zitate WAZ: Nach dem Kohlenmonoxid-Unfall der Bayer AG in Brunsbüttel bekräftigte gestern die Stadt ihre ablehnende Haltung gegenüber der geplanten CO-Pipeline von Köln nach Krefeld, die auch Düsseldorfer Gebiet streift. Die Umweltdezernentin Stulgies versicherte: “Wir werden zum Äußersten gehen, um uns zu wehren.” Hier der Link zur WAZ: Stadt Düsseldorf lehnt CO-Pipeline weiter ab Kommunikation zur BezReg gestört… Zitat WAZ: Die Beigeordnete stellte nochmals klar, dass es keinen mit den Beteiligten abgestimmten Alarm- und Gefahrenabwehrplan gebe. Genau das aber wird auf einer Internetseite der Regierungspräsidentin behauptet. Die Stadt hat die Bezirksregierung bereits in zwei Schreiben auf diesen Fehler hingewiesen. Auf den letzten Brief “gibt es bislang keine Reaktion der Bezirksregierung Düsseldorf”, berichtete die Beigeordnete. Offenbar scheint es mit der Kommunikation nicht zu klappen. Der Brief aus dem Rathaus war schon am 16. August 2011 abgeschickt worden.

Vorläufer zur Demo

– bestens gelaufen und stimmt uns optimistisch für die Demo am 02.11.2013 Das berichtet die lokale Presse von der Aktion: WZ: Gegner der Bayer-CO-Pipeline stärken sich für weiteren Protest RP: CO-Gegner stärken ihre Abwehrkräfte

Mit Saft und Kraft gegen die Bayer-CO-Pipeline

Am Sonntag, 20. Oktober 2013 stärken sich Mitglieder, Freunde und Unterstützer der Bürgerinitiativen zum Stopp der Bayer-CO-Pipeline für die kommenden, sicher lebhaften Wochen im weiteren Widerstand gegen das Projekt. In Hilden, Krabbenburg 29/ Ecke Am Boverhaus in unmittelbarer Nähe zur CO-Pipeline wird von 12.00 Uhr bis 15.00 Uhr mit reiner Muskelkraft frischer, vitaminreicher Apfelsaft gepresst und ausgeschenkt. Es gibt auch Kaffee und Kuchen, Apfelgelee und mehr. Dazu gibt es Informationen zur Anhörung in Essen und zum Verfahrensstand gemeinsam von uns und unseren Duisburger-COntra-Mitstreiter.

Neuerlicher CO-Unfall alarmiert

– CO-Giftgas ist nicht beherrschbar! Der CO-Gasunfall Ende September bei Bayer in Brunsbüttel mit fünf Verletzten hat schon gezeigt, wie gefährlich dieses Giftgas für Menschen ist, die in ihrem Betrieb beruflich und täglich damit umzugehen haben. Jetzt waren in einem Schmiedebetrieb in Duisburg sogar über 50 verletzte Menschen zu beklagen. s. RP vom 11.10.2013 Bei diesem Unglück wurde überdeutlich, wie gefährlich und geradezu tückisch jeder Umgang mit diesem Giftgas ist: – man kann es ist nicht riechen, schmecken oder sonstwie wahrnehmen – schon die Menge eines Schnapsglases führt eingeatmet zur Ohnmacht – das Einatmen der Menge eines kleinen Weinglases führt zum schnellen Tod Aber nicht nur, dass die betroffenen Menschen keine Gegenwehr gegen dieses Giftgas leisten können. Auch mögliche Helfer bringen sich noch in Gefahr, weil sie meist nicht in der Lage sind, die Symptome richtig zu erkennen. Deshalb wurde in Duisburg die Feuerwehr gerufen unter der Annahme, ein Arbeitskollege sei wegen eines Herzinfarktes zusammengebrochen. Zum Glück trugen die herbeigerufenen Rettungskräfte CO-Warner bei sich und konnten sowohl den Ohnmächtigen wie auch die übrigen Arbeiter aus der Gefahrenzone bringen. Solche Vorfälle sollten Bayer und der Bezirksregierung – kurz vor der Anhörung zur CO-Pipeline – noch mehr zu denken geben, das gesamte Projekt zu überprüfen. Wir werden es – gemeinsam mit den dort erscheinenden Einwender/innen – in Essen nicht bei einer Schmalspur-Anhörung belassen, weil dort das volle Risiko der CO-Leitung zur Debatte steht und nicht nur die Änderungen, die Bayer dort vorzulegen sich bereit erklärt hat. Es wird spannend weitergehen und für uns und unsere vielen Unterstützer ist weiterhin klar: Die Bayer-CO-Giftgas-Pipeline muss weg, denn sie bedroht Tausende!

Anhörung zur CO-Pipeline startet am 5.November

– Wie soll das gehen – wer soll dahin kommen? Wie schwierig eine “gerechte” Anhörung in einem Massenverfahren zu organisieren ist, zeigt sich in Pressemitteilung und amtlicher Bekanntmachung der Bezirksregierung Düsseldorf: Pressemitteilung BezReg Amtsblatt BezReg – Seite 8 Daraus sind der Ort, die Gruga-Halle und der Start der Anhörung, am 5. November um 10 Uhr zu entnehmen. Auch auf die Notwendigkeit, sich auszuweisen und rechtzeitig anzureisen wird hingewiesen, aber zur Tagesordnung und weiteren Einzelheiten wird auf ein späteres “Informationsblatt” im Internet verwiesen. Dass keine individuelle Einladung erfolgt, hatte die Regierungspräsidentin schon bei der Übergabe der Einwendungen am 5. Oktober 2012 angekündigt. Alles rechtens abgearbeitet, aber auch bürgerfreundlich? Wer als Einwender zum Beispiel aus dem südlichen Monheim anreisen möchte, muss sich bereits gegen 6 Uhr 30 auf dem Weg machen, um mit Bus und Bahn rechtzeitig nach Essen zu kommen und sicher eingelassen zu werden. Wenn sich jemand für die Anhörung frei nehmen muss, beispielsweise durch Anmeldung von Urlaub beim Arbeitgeber oder wegen der Versorgung von Kindern oder Angehörigen, wird dies allein terminlich jetzt schon eng. Da werden sich viele Einwender erst überlegen, was sie bei dem Termin in Essen erwartet. Können sie überhaupt abschätzen, – ob versucht wird, wichtige Themen auszublenden? – an welchem Tag sie ihre Einwendung erläutern können? – wieviel Zeit ihnen dafür gewährt wird? – welche Antworten der Bezirksregierung von Bayer bereits vorliegen? Fazit: Die Rahmenbedingungen sind alles andere als bürgerfreundlich! Gerade deswegen sollen auch die, die nicht in Essen erscheinen können, die Möglichkeit zur – dann auch öffentlichen – Meinungsäußerung bekommen. Denn eines steht schon vor der Anhörung fest: Die Bayer-CO-Giftgas-Pipeline muss weg, denn sie bedroht Tausende!