Monatliches Archiv:Februar 2013

Atomausstieg in NRW ? Fehlanzeige!

– Fukushima Jahrestag – Großdemonstration in Gronau am 09.03.2013 Der BUND Duisburg organisiert in Kooperation mit dem Klimabündnis Niederrhein und dem Anti-Atom Bündnis Niederrhein einen Bus nach Gronau. Abfahrt: 09.03.2012 – 11:00 Uhr – Duisburg Hauptbahnhof – Fernreisebusbahnhof gegenüber dem Hauptausgang Preise:12 EUR / Sozialticket 5 EUR Zur Anmeldung folgen Sie bitte diesem Link Alle weiteren Informationen zur Demonstration in Gronau sind zu finden bei: ausgestrahlt Hier die Nachricht des BUND: Der zweite Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima steht vor der Türe. Seither ist viel geschehen, doch der versprochene Atomausstieg liegt noch immer in weiter Ferne: In Deutschland sollen neun AKW (darunter Lingen und Grohnde) noch für bis zu 10 Jahre am Netz bleiben, die Urananreicherung in Gronau die Brennelementefertigung in Lingen und die Atommüllkonditionierung bei uns in Duisburg sollen sogar unbegrenzt weiterlaufen, denn hierzu gibt es keine Regelungen beim so genannten Atomausstieg. Am 9. März findet die überregionale Demonstration für NRW direkt an der Urananreicherungsanlage in Gronau statt. Wir haben es satt, dass aus Gronau jedes 10. AKW weltweit mit Uranbrennstoff zur Brennelementefertigung geliefert wird und dass die Bundesregierung unbedingt den politischen Zugriff auf die Nuklearwaffentechnik der Urananreicherung behalten möchte – das hat mit Atomausstieg nichts zu tun (und auch nicht mit aktiver Friedenspolitik).

B-Plan Nr. 151 An den Linden etc.

Leserbrief von Dieter Donner 16.02.2013 Fast einmütig wurde im Stadtentwicklungsausschuss die zweite Variante des Bauvereins beschlossen. Hatten die meisten Ausschussmitglieder es nicht gesehen oder hatte Ludger Reffgen von der BA das nur nicht deutlich genug gemacht. Diese Variante schont zwar die meisten Bäume, bedeutet aber auf Sicht die größte Verdichtung dieser Siedlung und damit sogar noch mehr als der ursprüngliche Vorschlag. Denn über 200 Wohneinheiten sollen durch Neubauten einerseits und Abriß der alten Siedlungshäuser und Neubauten andererseits letztlich dort herein gepresst werden. Damit würde sich der Charakter dieser Urzelle des Bauvereins in Zukunft drastisch verändern. Von der ursprünglichen Siedlung, welche die Gründer des Bauvereins zu großen Teilen in eigener, bester Handwerksarbeit errichtet haben, bliebe dann letzlich nichts mehr übrig. In der weiteren Beratung sollten die Ratsmitglieder dort zumindest eine Bestandspflege und Mindesterhalt der alten Siedlung – wie in der Bürgervariante 3 vorgesehen – verankern, damit sie nicht hinterher wieder sagen müssen: So haben wir das nicht gewollt! Ein schlechtes Beispiel für misslungene Verdichtung ist ja bereits an der Ecke Ohligser Weg/An den Linden zu betrachten.

Hilden: Der Norden ist schon dicht

– jetzt ist der Süden dran Damit bloß keiner Hilden den Titel streitig machen kann, die dichtest besiedelte kreisangehörigen Stadt Deutschlands zu sein. Da spielen Lebensqualität und Umweltschutz nur noch ganz untergeordnete Nebenrollen… Nur bei der Beheizung der Aula war Umweltschutz angesagt. Vermutlich wird die Heizung um 17:00 Uhr ausgeschaltet, wenn die Bürgeranhörung um 18:00 Uhr beginnt. Dann bleibt so mancher auch nicht so lange… Innerhalb von 8 Tagen gab es zwei Bürgeranhörungen für dicht beieinander liegend Areale im Hildener Süden.: Bauverein und Albert-Schweitzer-Gelände Ob das wohl wegen der Kommunalwahl in 2014 alles zur Eilsache wird?? Die Wohnungsnot kann es jedenfalls nicht sein! Wohnungsnot besteht nur für preiswerten Wohnraum und die beiden Projekte fallen nicht in diese Kategorie. Oder finden Sie etwa 8,15 EUR Kaltmiete pro qm besonders sozial? Im sozialen Wohnungsbau ist der Preis pro qm derzeit noch bei 5,25 EUR gedeckelt… Und genau da ist der Bedarf groß, denn Landesweit fehlen 1,2 Millionen Sozialwohnungen. Mit den Schlagworten “Mehrgenerationen, Barrierefrei, Altersgerecht und /oder Junge Familien” soll den Bürgern die Bauwut schmackhaft gemacht werden. Beim “Barrierefrei” wird gerne geschummelt, was das Zeug hält. Oder finden Sie das etwa in Ordnung, wenn lediglich die Treppenhäuser Platz bieten für einen Treppenlift – vermutlich auf Kosten der behinderten Mieter. Übrigens glänzte bei beiden Bürgeranhörungen die vom Rat beschlossene Nullvariante (ist ja eh nur Augenwischerei) für neue Bebauungspläne durch Abwesenheit… Bezeichnenderweise steht schon am Aschermittwoch (13.02.2013) der B-Plan des Bauvereins auf der Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses. Da wird dann statt Hoppeditz das Grün beerdigt. Da wundert sich die WZ über Harmonie statt Konfrontation bei Anhöhrung der Anwohner . Das nenne ich wahren Journalismus – berichten, aber alles was vorher war verschweigen. War da nicht was mit Abmahnung an die, die aufmucken gegen die Pläne des Bauvereins. Sollte denen nicht die Mitgliedschaft entzogen werden, wenn sie weiter aufbegehren? Da stand nicht nur die Mitgliedschaft sondern auch das Dach über dem Kopf zur Disposition. So wird denn nun ohne Konfrontation mit einer neuen Variante des Bauvereins weiter geplant – Mittwoch im StEA. Schon mal was von Mogelpackungen gehört? Auch der Bauverein versteht sich darauf. Auf den ersten Blick könnte man sogar glauben, dass mit der Variante ” weniger drastisch in den Bestand eingegriffen wird. Rechnen wir mal nach: Variante 2: 70 Wohneinheiten im ersten Schritt, 135 später = 205 WE gesamt Variante 1: 90 Wohneinheiten im ersten Schritt. 116 später = 206 WE gesamt 205 : 206 wenn das keine Mogelpackung ist… Bei der Anhörung zum Albert-Schweitzer-Gelände ist sowohl der WZ als auch der RP aufgefallen, dass das den Bürgern einfach zuviel ist: WZ: “Zu wenig Grün, zu viel Beton” RP: Schweitzer-Gelände: Bürger skeptisch Dieser Plan war auch der i-Punkt zur Gründung der neuen Initiative “Grüne Lunge Hilden” Hier der Link zur Initiative Grüne Lunge – Hildens Zukunft Uns bleibt zu fordern: Stoppt die Bauwut in Hilden