Monatliches Archiv:Januar 2012

Deutsche Steuergelder zerstören Umwelt

In Nicaragua unterstützt die deutsche Entwicklungshilfe zwei gegensätzliche Projekte. 1. Die Ausweitung einer Palmöl-Plantage soll mit deutschen Steuergeldern finanziert werden. Die Plantage verursachte bereits Umweltschäden, gefährdet das Ökosystem eines artenreichen und streng geschützten Nationalparks und bedroht die Existenz erfolgreicher Kleinbauernkooperativen. 2. Die Bauern werden seit Jahren ebenfalls mit öffentlichen Mitteln der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefördert. Diese Politik verschwendet nicht nur unser Geld, sondern gefährdet auch Umwelt und Leben. Protestieren Sie mit Ihrer Unterschrift gegen diese Schildbürgerpolitik bei den verantwortlichen Ministern und Institutionen. Weitere Informationen und Unterstützung der Aktion von “Rettet den Regenwald e.V.” finden Sie hier

Stopp-CO-Pipeline-Initiative in der “Winter School” der FH Düsseldorf

Der Bitte der Fachhochschule Düsseldorf (s.u.) nach einem Beitrag unserer Initiative im Rahmen der “Winter School” (9.-13.1.2012) zu dem Thema “Democratic Governance in Sub-Saharan Africa” kommen wir gerne nach. Dort werden wir in einem komprimierten (ca. 20 Minuten) Beitrag mit starken Bildern die mittlerweile 5 Jahre Initiativen-Arbeit darstellen. Für Erläuterungen zu dem Monheimer Widerstands-Knoten wird unser Aktiver und “Künstler” Erwin Schumacher ebenfalls teilnehmen. Zwischen 13:00 Uhr und 15:30 Uhr werden in den Räumen der VHS Monheim zunächst der Monheimer Bürgermeister Daniel Zimmermann, dann Karsten Sander vom Wirtschaftsblatt und N.N. von der Bezirksregierung Düsseldorf referieren und zuletzt werden wir für die Initiative unsere Erfahrungen vortragen. Zitate der Einladung an die Initiative: “Die Fachhochschule Düsseldorf organisiert für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in der zweiten Januarwoche eine “Winter School” (9.-13.1.2012). Das Thema lautet “Democratic Governance in Sub-Saharan Africa”. Trotz der Afrika-Perspektive ist es eine Idee der Tagung, auch Governance-Aspekte in NRW (z.B. Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung) zu thematisieren. Dies nicht, um zu sagen, hier sei alles Gold, dessen Glanz nach Afrika scheinen sollte. Eher um zu zeigen, dass Demokratie und Teilaspekte wie politische Teilhabe immer auch prozessuales Denken erfordern und im politischen Alltag immer wieder auch ver- und ausgehandelt werden müssen – auch hier bei uns. Spannend wäre es dann gerade zu zeigen, wie das hier in NRW funktioniert (oder auch nicht).” Am Donnerstag 12.01.2011 planen wir am Nachmittag eine Exkursion nach Monheim. Monheim erachten wir als interessant, da die Ereignisse rund um die CO-Pipeline der Bayer Werke Konflikte zwischen der Privatwirtschaft und anderen (sozialen) Interessen veranschaulichen (Tagesthema). Die BUND-Ortsgruppe Hilden gilt in diesem Konflikt natürlich als wichtige und treibende Kraft. Inhaltich denken wir also an die Vorstellung eines Beispiels aus der Praxis: – Wie sieht Kampagnen-/ Lobbyarbeit in der Praxis aus? – Wie ist im konkreten Fall die Zusammenarbeit bzw. der Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren gelaufen? – Und: Welche Herausforderungen gibt es bei Ihrer Arbeit?” Sophie Mucha-Stohldreier, Research Fellow University of Applied Sciences Düsseldorf, Faculty of Social and Cultural Sciences

Orang-Utans sind Ungeziefer!

– sagt die Palmöl-Industrie BBC berichtet, dass die Plantegenkonzerne in Asien Orang-Utans als “Ungeziefer” bezeichnen. Allein letztes Jahr wurden nur auf Borneo bis zu 1.800 dieser einmaligen und vom Aussterben bedrohten Menschenaffen getötet. Auf den Plantagen irren sie auf der Suche nach Nahrung umher und fressen die Setzlinge. Deswegen haben die Palmöl-Konzerne die Orang-Utans zum Abschuss freigegeben. Hier – bei Regenwald e.V. – können Sie mit Ihrer Unterschrift gegen die Vernichtung der Orang-Utans beim Malaysian Palm Oil Council protestieren.

PM Umweltinstitut: 36.000 Stellungnahmen gegen das polnische Atomenergieprogramm

Erfolgreiche Kampagne des Umweltinstitut München 36.000 Stellungnahmen gegen das polnische Atomenergieprogramm München, 4. Januar 2012: Heute wurden vom Umweltinstitut München e.V. die letzten Stellungnahmen gegen das polnische Atomenergieprogramm bei den zuständigen polnischen Behörden eingereicht. An der Aktion des Umweltinstituts haben sich insgesamt 36.000 Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Im Rahmen der von der EU geforderten Strategischen Umweltprüfung (SUP) hatten die deutsche Öffentlichkeit und Behörden bis heute Gelegenheit, Stellungnahmen zu verfassen oder die Musterstellungnahme des Umweltinstitut München e.V. zu unterzeichnen. Die polnische Regierung plant die Einrichtung eines atomaren Energieprogramms mit Uranabbau, AKW´s, ja sogar Wiederaufarbeitung und Schnelle-Brüter-Technik. Bis 2020 soll mindestens ein Atomkraftwerk gebaut werden. Wahrscheinlicher Standort soll eine rund 250 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernte Region an der Ostseeküste in der Nähe von Gdansk sein. “Es ist unglaublich, wie heute die Atomkraft als `Schwungrad für die Wirtschaft´ und `technologischer Sprung in die Zivilisation´ bezeichnet werden kann”, empört sich Christina Hacker, Vorstand im Umweltinstitut München, “als ob es Tschernobyl und Fukushima nie gegeben hätte”. Das polnische Atomprogramm sei wie die Rückkehr in den Wissensstand der 60er Jahre und gehe an der Realität völlig vorbei. “Dabei hätte Polen die Riesenchance, ohne den riskanten, teuren und zeitverschwendenden Umweg über die Atomkraft direkt in eine nachhaltige Energieversorgung einzusteigen”, so Hacker.” Karin Wurzbacher, Physikerin im Umweltinstitut München, erklärt: “Es ist abzusehen, dass bei den infrage kommenden Reaktortypen, die allesamt noch nirgendwo auf der Welt in Betrieb sind, Pannen, Verzögerungen und Kostensteigerungen auftreten werden. Schon jetzt wurden bei den in Bau befindlichen EPR-Reaktoren schwerwiegende Mängel bei den Sicherheitssystemen festgestellt.” Außerdem sei weder für die Versorgung mit Uranbrennstoff noch für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle ein schlüssiges Konzept vorgelegt. Zudem lässt uns die unzureichende Prüfung der Alternativen und völlig unrealistische Katastrophenszenarien an der Ernsthaftigkeit der Umweltprüfung für das polnische Atomenergieprogramm zweifeln. “Polen braucht kein Konzept, um den eigenen Bürgern wie auch den Regierungen und der Bevölkerung in den Nachbarländern eine riskante Dinosauriertechnologie zu vermitteln, sondern vielmehr ein ökologisches zukunftsfähiges Energiekonzept”, erklärt Harald Nestler, Vorstand des Umweltinstitut München. Die polnischen Behörden sollten jetzt die Stellungnahmen ernst nehmen und ihre Pläne überdenken. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder sowie die Umweltminister seien aufgefordert, bei ihren polnischen Amtskollegen gegen den Einstieg in die Atomenergienutzung zu votieren und sich bei der EU für eine Förderung des Ausbaus der regenerativen Energien statt der Atomkraft einzusetzen.