Monatliches Archiv:Dezember 2011

Hildener Wort des Jahres

zumindest für MUT ist – BAUSCHUTZSATZUNG – Bisher war uns noch keine Bauschutzsatzung für Hilden bekannt auch die Internetrecherche brachte keinen Treffer. Aber Charme hätte sie schon – die Bauschutzsatzung – besonders wenn sie für alte Häuser gelten würde. Wir denken dabei ganz spontan an die Häuser der Straßen An den Linden, Ohligser Weg und Am Strauch. Da will ja der Bauverein übereichlich neu bauen – da muss natürlich Altes weg. Jahrelang nicht vom Eigentümer gepflegt und jetzt Sanierung zu teuer… Abrissantrag gibts ja schon. Schade – die Bauschutzsatzung war wohl nur ein Druckfehler im Anschreiben auf unsere Einwendung. Im Internet schon nachgebessert – aber eine schriftliche Steilvorlage für MUT wars. Vereinsstatuten können Bürgerrechte ad absurdum führen. Wir wollten es nicht glauben, es hat uns so auf die Palme gebracht, dass wir einen Rechtsanwalt konsultiert haben. Wenn schon im Vorfeld einer öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans Vereinstreue eingefordert wird, dann wollen und können wir dies trotz anwaltlicher Beratung einfach nicht glauben, dass dies unseren rechtstaaatlichen Prinzipien entspricht. Schade – hier gibt es weit und breit niemand mit genügend Schotter und Ausdauer um das Verfahren bis zum bitteren Ende und sei es der Europäische Gerichtshof betreiben zu können… So bleibt denn das Rechtempfinden auf der Strecke und die Gerichte haben wohl keine Chance, uns den Glauben an die Rechtsstaatlichkeit zurück zu geben. Und auch das ist uns aufgefallen in Hilden: Die Straße ins Nirwana Da war doch schon wieder ein Investor. Wollte unbedingt in der Giesenheide bauen. Brav oder auch gut dressiert wird schnell der B-Plan geändert und die Straße gebaut. Gibts den Investor noch? War wohl nicht ganz billig die Staße. Toll ausgebaut samt Fußweg ins Nirwana – allerdings ohne Radweg. Dafür waren die Pflastermaler schon aktiv um den Radlern den Weg zu weisen… Die neue Badeanstalt – samt Campingplatz könnte man glauben. Wenn es da nicht schon wieder ein Investor die Landschaft verschandelt hätte. Groß rauskommem wollte die Zahnklinik. Jetzt kreist da der Pleitegeier. Noch nicht mal der Winter spielt richtig mit – sonst hätte Hilden eine Eislaufbahn mit Hindernissen… Es gab noch mehr – überlassen wir das anderen Chronisten. Versöhnliches zum Ausklang: Ganz erstaunlich, aber auch dieses Bild stammt aus der Giesenheide aufgenommen im November 2011. Was auch immer 2012 uns bringt – MUT wünscht Ihnen alles Gute für das neue Jahr

Fröhliche Weihnachten

wünscht Ihnen allen die Bürgerinitiative MUT e.V. Wenn Sie heute ein wenig bedauern, dass keine weiße Weihnacht herrscht, dann denken Sie zurück an den vielen Schnee in 2010. Seien Sie doch einfach froh und glücklich, dass auf den Straßen kein Chaos herrscht, dass Sie die weiße Pracht nicht wegschaufeln müssen und dass Sie wahrscheinlich ohne große Komplikationen ans Ziel kommen werden. Machen Sie das beste daraus. In diesem Sinne FRÖHLICHE WEIHNACHTEN

Aktiv werden gegen AKW in Holland

Einsprüche gegen neues AKW in Holland möglich – meldet “contrATOM” Nach derzeitiger Überlegung soll an dem Standort schon im kommenden Jahr mit dem Bau eines weiteren Atomkraftwerkes begonnen werden, an dem sich RWE beteiligen wird. Angedacht ist ein Meiler in einer Größenordnung von 1000 bis 1600 Megawatt. Alle BürgerInnen auf NRW sind aufgerufen, bis zum 12. Januar 2012 Einspruch gegen dieses Projekt zu erheben. Schriftliche Stellungnahmen bzw. Einwendungen sind an folgende Adresse zu schicken: Bureau Energieprojecten Inspraakpunt Tweede kerncentrale Borssele Postbus 223, NL – 2250 AE Voorschoten Hier finden Sie auch einen Mustertext Also nix wie ran – eigenen Text schreiben oder vorhandenen nutzen – ausdrucken und abschicken. Deadline 12.01.2012. Da wollen wir doch mal sehen, ob wir Herrn Öttinger nicht Paroli bieten können! Derzeit reitet er gerne auf der CO2-Hysterie-Welle, um die Atom-Lobby wieder salonfähig zu machen: Zitat Newsletter Umweltinstitut München e.V.: Deutschlands Atomausstieg ficht EU-Kommissar Günther Oettinger offenbar nicht an. 40 neue AKW will er den EU-Bürgern in den nächsten 20 Jahren aufbürden. In der bisher vertraulichen “Energy Roadmap 2050” wird die veraltete Risikotechnologie laut Presseberichten für ihre vermeintlich klimafreundliche CO2-freie Energieproduktion zu vergleichsweise niedrigen Kosten gelobt. Haben wir richtig gehört? Klimafreundlich, CO2-frei, niedrige Kosten? Beim Uranabbau werden jede Menge gefährliche Umweltgifte frei, ganz zu schweigen von den fatalen Auswirkungen, die ein Super-GAU wie in Fukushima oder Tschernobyl auf Jahrzehnte hat. Zudem ist die CO2-Bilanz der Atomkraft alles andere als prächtig, berücksichtigt man den gesamten Prozess vom Uranabbau, über den immensen Energieverbrauch bei der Anreicherung, sowie von Rückbau und Endlagerung. Und würde man sämtliche externe Kosten in den Atomstrom einpreisen, wäre er längst um ein Vielfaches teurer als Wasser-, Wind- und Solarenergie. Wenn EU-Kommissar Oettinger immer noch an die Lügen der Atomlobby glaubt und nicht begriffen hat, dass unsere energetische Zukunft in den Erneuerbaren liegt, bei gleichzeitigem Energiesparen und einer Effizienzsteigerung, hat er in Brüssel nichts verloren. Europa muss aussteigen und nicht einsteigen.

Wahlrecht ist Bürgersache

– nicht nur Angelegenheit der Parteien. Mehr Demokratie hat Verfassungsbeschwerde zum Bundeswahlrecht beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Noch können Sie die Aktion unterstützen: Hier finden Sie wie es geht und Hintergrund-Informationen

Landraub für Ölpalmen

Große Landflächen werden jetzt gerodet, um Platz für Ölpalm-Monokulturen zu schaffen. Die Biokraftstoffpolitik der Länder des Nordens gefährdet in Ländern wie Sierra Leone die menschliche Sicherheit. Beteiligen Sie sich an der Protestaktion von “Rettet den Regenwald e.V.”

CO-Pipeline: Geiz ist geil

– wie hätten sies es gerne? 250 EUR oder 62.000 EUR pro Meter für eine Pipeline? Wie hätten sies gerne? Ohne Proteste und Gerichte nach Zeitplan gebaut oder Kampf bis zum bitteren Ende vor dem Verfassungsgericht? Ja – Geiz ist geil – kommt aber schon mal teuer zu stehen! OK – wir geben zu, der Inhalt der Röhren ist nicht vergleichbar. Auf der einen Seite hochgiftiges, mit menschlichen Sinnen nicht wahrnehmbares Kohlenmonoxid auf der anderen Seite die Pipeline für Butan und sonstige durchaus giftige aber wahrnehmbare Stoffe. Wenn Sie jetzt aber glauben sollten, die CO-Pipeline wäre die Teure, müssen wir Sie eines besseren belehren. Laut Erläuterungsbericht von Bayer sollten die 67 km Giftgas-Pipeline 16.500.000 EUR kosten (Die Länge des Abschnitts Köln-Worringen nach Krefeld-Uerdingen beträgt 67,1 km. Die Investitionskosten belaufen sich auf ca. 16,5 Mio €) – macht 246 EUR pro Meter. Shell dagegen investiert laut RP vom 01.12.2011 250.000.000 EUR für 4 km Butan-Pipeline und sonstige giftige aber wahrnehmbare Stoffe – macht 62.500 EUR pro Meter Unsere Frage an die Experten: “Was kostet ist eine völlig gefahrlose Wasserleitung pro Meter?” Zitat RP: Als der Ölmulti Shell am 1. Oktober in Köln-Porz den ersten Spaten für den Bau einer vier Kilometer langen Pipeline stach, rieb man sich in der Leverkusener Bayer-Zentrale verwundert die Augen: Öl-Manager, Umweltschützer, Anwohner und Bürgermeister rühmten da in aller Öffentlichkeit und wundersamer Eintracht ein Giftgas-Projekt. Hier müssen wir die RP korrigieren – das ist kein Giftgas-Projekt. Bayer betreibt das Giftgas-Projekt! Zitat RP: Was hat Shell anders als Bayer gemacht? Diese Frage hat sich offenbar auch Denise Rennmann gestellt, als “Leiterin Corporate Policy and Advocacy” so etwas wie die offizielle Anstandsdame von Bayer. Sie war Teilnehmern zufolge die ranghöchste Bayer-Managerin bei einer denkwürdigen Zusammenkunft am vergangenen Freitag. Bayer hatte zwei Gesprächspartner zu einer Art geheimer Fortbildung in Sachen Pipeline-Propaganda eingeladen: Koos Beurskens, Projektleiter und “Macher” der Shell-Pipeline, sowie Josef Tumbrinck, NRW-Chef des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu). Ihnen gegenüber saßen etwa 20 Bayer-Leute, angeführt von Denise Rennmann. Uns würde ja interessieren, ob bei Bayer auch der Projektleiter Breuer dabei war… Zitat RP: “Wir haben mitgenommen, dass Shell da sehr professionell kommuniziert hat”, sagte Bayer-Sprecher Jochen Klüner, der bei dem Gespräch dabei war, gestern auf Anfrage. “Das haben wir bei unserer CO-Pipeline aber auch”, fügt er hinzu. Selten konnten wir bei dem Bayer-Projekt so herzhaft lachen. Glaubt Jochen Klüner denn selbst, was er da sagt? Geiz ist eben geil – selbst im Sprachgebrauch. Denen fällt aber auch garnichts Neues mehr ein. Zitat RP: Shell-Sprecher Constantin von Hoensbroech bestätigte die Zugeständnisse an die Pipeline-Anwohner der Region. “Wir haben frühzeitig das Gespräch mit allen Beteiligten gesucht, um zu einer für alle akzeptablen Lösung zu kommen. Das bedeutete in diesem Fall, die ursprünglichen Pläne zu überdenken und anzupassen.” Wir bieten heute immer noch eine Alternativ-Lösung für Bayer an: Haltet den alten Grundsatz der Chemie-Industrie in Ehren. Gift wird dort hergestellt, wo es auch verbraucht wird. Statt des Versuchs die Giftröhre durch alle Instanzen durchzuboxen, wäre ein Reformer in Krefeld schon lange in Betrieb – ohne Proteste und ohne Gerichte. Und auch bei 60.000.000 EUR Kosten allemal billiger als Jahrelange Gerichtsverfahren. Umgerechnet auf die dann nicht benötigten 67 km Pipeline wären die knapp 900 EUR immer noch ein Schnäppchen gegenüber der Shell-Pipeline mit 62.500 EUR pro Meter. So wäre der Geiz nicht nur geil, sondern sogar Gewinnbringend. Zitat RP: Offenbar mit Erfolg: Bis heute liegt nicht eine Beschwerde oder Klage gegen das Shell-Projekt vor. Das hat selbst den WDR so verblüfft, dass bei uns nachgefragt wurde… Hier der ganze Artikel der RP: Shell gibt Bayer Pipeline-Nachhilfe

Polen will in die Atomkraft einsteigen!

Noch ist Polen nicht verloren Es ist kaum zu glauben: Polen will in die Atomkraft einsteigen! Und das, nachdem das Land nach der Wende schon einmal ausgestiegen war und zwei Atom-Bauruinen hinterlassen hat. Offensichtlich sind die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima an den polnischen Verantwortlichen spurlos vorüber gegangen. Beim Umweltinstitut München e.V. können Sie hier aktiv werden