Monatliches Archiv:Oktober 2009

Bayer-Betriebsratchef de Win sucht Schuldige

– Bayer-Manager haben getäuscht und versagt Die Aufforderung der CDU-Landtagsabgeordneten zu einem Stopp der CO-Pipeline richtet sich an die Bayer – Manager und ist keine Kritik an der Bayer-Belegschaft. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Bayer, Thomas de Win sollte auch die Bayer-Mitarbeiter nicht vorschieben, um die eklatanten und zahlreichen Managementfehler von Bayer und der vom Bayer-Management beauftragten Fremdfirmen zu entschuldigen. Die beim Bau der CO-Pipeline verantwortlichen Bayer-Manager haben zwar öffentlich immer erklärt, technische Spitzenstandards setzen zu wollen. In der Realität haben diese Leute jedoch selbst Minimalstandards außer acht gelassen und hundertfach verändert gebaut. Und das hat man sich dann von der Büssow – Bezirksregierung – meist noch nachträglich – genehmigen lassen. Die Bayer-Manager sind nun wirklich die Letzten, der einen Anspruch auf Planungssicherheit reklamieren sollten. Die CDU-Abgeordneten haben mit Recht darauf verwiesen, dass Bayer die Planfeststellungsvorgaben immer wieder und massiv verletzt hat. Alle diese Kritikpunkte – soweit diese in den Verfahren schon bekannt waren – sind auch in den Beschlüssen der Verwaltungsgerichte mit klaren Worten wie “Verschlechterung der Sicherheitslage” und “rechtswidrig” und “abgenickt” bestätigt worden. Übrigens: In dem Umweltgutachten der Planergänzung aus Oktober 2008 wird auch der Verzicht auf die CO-Fertigung vor Ort in Uerdingen bei der aktuellen Marktlage eingerechnet. Damit wären etwa 200 Arbeitsplätze dort in Gefahr. Voraussetzung dafür wäre allerdings eine Inbetriebnahme der Giftgas-Leitung.

CO-Pipeline und Betriebsrat von Bayer

Leserbrief von Dr. med. Reinhard Müller Nach dem Motto “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing” greift der Vorsitzende des Betriebsrats von Bayer, Thoma de Win, die 4 CDU-Landtagsabgeordneten wegen ihrer Kritik an der CO-Pipeline an. In undifferenzierter Weise, ohne auf die einzelnen Kritikpunkte, Giftgas in Wohngebieten, zu schmale Geogrid-Schutzmatten, zu dünne Rohrwandstärken, fehlender Nachweis der Kampfmittelfreiheit, Verlust des Explosionsschutzzonenstatus, einzugehen, wiederholt der Betriebsratsvorsitzende gebetsmühlenartig die Phrasen seines Arbeitgebers, dass die “Sicherheit der Anlagen oberste Priorität genießen….und die Pipeline dem Allgemeinwohl dient”. Er scheint sich nicht zu schämen, das Gemeinwohl mit einer Giftgasleitung durch Wohngebiete in Verbindung zu bringen, vielmehr zeigt er “Gesprächsbereitschaft”, die Giftgasleitung der Bevölkerung schmackhaft zu machen! Er verweist auf den Erhalt der Arbeitsplätze in Bayers Kunststoffsparte und verschweigt, dass nach der Pipelineinbetriebnahme Arbeitsplätze im Krefelder CO-Werk vernichtet werden. Auch verschweigt er, was die Spatzen schon längst von den Dächern pfeifen, dass nach Inbetriebnahmegenehmigung Bayer seine schwächelnde Kunststoffsparte incl. Pipeline an ein amerikanisches Unternehmen verkaufen will.

Explosion, Bombenstimmung und Offener Brief

– alles mögliche rund um die Bayer-CO-Pipeline Legen wir los mit dem Explosionsschutz bzw. dem innerhalb von zwei Jahren doch? überflüssigen Explosionsschutz… RP Monheim und Ratingen: Debatte um Explosionsschutz Leserbrief von Projektleiter Breuer (BMS) zum Artikel in der RP Auch mit der Bombenstimmung sind wir noch lange nicht am Ende. Versäumte Kampfmittelräumung unter oder neben dam “nicht ungefährlichen Gas”, wie Bayer das Tod bringende Kohlenmonoxid gerne bezeichnet, kann nicht unter den Teppich gekehrt werden. Dazu berichtet die RP: Gefahr für die Pipeline Die WZ bringt uns automatisch die Überleitung zum nächsten Thema: Kampfmittelfreiheit: Kriegsresten auf der Spur Wobei wir wieder bei dem Offenen Brief an Wenning sind: Breitseite gegen den Bayer-Chef Dazu berichtet auch die BILD-Zeitung: CDU rückt von Gas-Pipeline ab Auch die Grünen im Landtag machen ihre Meinung öffentlich: Harsche Kritik trifft auch die Landesregierung Mit Büssow im Besonderen beschäftigt sich der folgende Leserbrief

Explosion, Bombenstimmung und Offener Brief

Leserbrief von Breuer in der RP Ratingen Da lässt es sich Herr Breuer – seines Zeichens Projektleiter bei BMS für die Bayer-Pipeline – nicht nehmen, wieder einen Leserbrief zu schreiben. Lassen Sie sich nicht verwirren: er bezieht sich auf die RP-Ratingen – der gleiche Artikel stand in der RP Monheim und ist online verfügbar.

Büssow und Rot-Rot-Grün, Ignoranz?

“Ich kann mir Rot-Rot-Grün vorstellen”, sagt Regierungspräsident Büssow im Rp-Interview und kandidiert für die SPD in Düsseldorf-Sud. Herr Büssow nickt ca. alle 6 Wochen nachträglich weitere Sicherheitsmängel der CO-Giftgasleitung durch die Wohngebiete im Kreis Mettmann und in Randbezirken von Düsseldorf ab: zu kleine Geogrid-Schutzmatten, zu dünne Rohrwandstärken, fehlender Nachweis der Kampfmittelfreiheit, Verlust des Explosionsschutzzonenstatus und vieles mehr. Auch kämpft er Seite an Seite mit Bayer im anhängigen Gerichtsverfahren. Wenn es nicht sehr ernst wäre, welche Charaktere uns im Landtag regieren, wäre es ein großer Lachknaller, dass der große Steigbügelhalter von Bayers Giftgasleitung eine Koalition mit den “Grünen” wähnt, dem Erzfeind der Durchleitung des tödlichen Gas durch Wohngebiete ! Aber die Wähler in Düsseldorf-Süd werden sicherlich achtsam sein. Dr. med. R. Müller, Erkrath

Pressemitteilung B90/Grüne NRW: Protestbrief der CDU-MdL gegen Bayer-CO-Pipeline richtig

Remmel: Harsche Kritik trifft auch die Landesregierung Anlässlich des harschen Protestbriefes von vier regionalen CDU-Abgeordneten an den BAYER-Vorstandsvorsitzenden Werner Wenning, erklärt Johannes Remmel MdL, Parlamentarischer Geschäftsführer und umweltpolitischer Sprecher: “Wir begrüßen, dass die CDU-Landtagsabgeordneten nun auch eine deutlichere Tonlage anschlagen und das sofortige Ende der BAYER-CO-Pipeline fordern. Die in dem vierseitigen Brief geäußerte massive Kritik trifft aber nicht nur BAYER, sondern eigentlich im gleichen Maße auch Ministerpräsident Rüttgers, Wirtschaftsministerin Thoben und Umweltminister Uhlenberg. Hierzu schweigen sie sich aber leider aus. Es war immerhin diese Landesregierung, welche die CO-Pipeline zum industriepolitischen Symbol hochstilisiert hat, die Bürgerinitiativen der Blockade bezichtigt und parallel alle Sicherheitsverschlechterungen abgenickt hat. Wir würden uns freuen, wenn die vier CDU-Abgeordneten – Clauser, Droste, Giebels und Ratajczak – nun auch etwas mehr Engagement im Landtag und den Fachausschüssen in dieser Sache zeigen würden. Es wäre gut und für den Widerstand hilfreich, wenn die in dem Brief geäußerten Bedenken und Forderungen jetzt auch in einen entsprechenden gemeinsamen Landtagsbeschluss münden könnten. Dazu sind wir ausdrücklich überparteilich bereit.”

Presse zum Offenen Brief an Wenning

noch nicht berauschend viel zu finden… RP: Bayer schadet Standort NRW RP: Kommentar: Bürger bringen es an den Tag und noch ein wenig Text vom WDR: CDU-Abgeordnete fordern Pipeline-Stopp Vier CDU-Landtagsabgeordnete fordern in einem offenen Brief an die Bayer AG den sofortigen Baustopp der Kohlenmonoxid-Pipeline. Sie werfen dem Vorstandsvorsitzenden Werner Wenning vor, wissentlich gegen die Sicherheitsauflagen des Planfeststellungsbeschlusses verstoßen zu haben. Der Ärger der CDU-Landtagsabgeordneten richtet sich auch gegen die Bezirksregierung Düsseldorf, die immer wieder Änderungen im Pipelinebau nachträglich genehmigt hat – zu Lasten der Sicherheit, wie es in dem offenen Brief heißt. “Jede Pommes –Bude wird sofort geschlossen, wenn Auflagen nicht eingehalten werden”, ist sich der Abgeordnete Hans-Dieter Clauser sogar mit den Grünen einig. Dass Sicherheitsbestimmungen, wie zuletzt die fehlende Kampfmittelfreiheit, nicht eingehalten würden, entrüste inzwischen auch die gesamte CDU-Fraktion. Diese hatte sich bislang immer für die Pipeline ausgesprochen. (Reporterin: Gaby van den Boom)

Konzertierte Aktion läuft weiter

– da darf auch Bayer nicht fehlen – nachdem Büssow sein Scherflein auch schon beigetragen hat Was wir von den “neuen” Bayer-Flyer halten finden Sie hier – samt Link zum Flyer Und nochmehr Menschen melden sich zu Wort gegen den Aktionismus: CBG mit einer Pressemitteilung Dr. Müller mit einem Leserbrief Besonders bemerkenswert der offene Brief an Bayer-noch-Vorstandsvorsitzenden Werner Wenning von den Landtagsabgeordneten der CDU des Kreises Mettmann: Offener Brief an Wenning