Monatliches Archiv:Mai 2008

CO-ipeline: Bayer betreibt Bolzen extrem und

– Büssow verzögert mit “Nachbesserungen” Gerichtsentscheidung! Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. R. Zech “enteigneter” Grundstückseigentümer und Landwirt aus Erkrath hat mit Bayer auf Basis von Gutachten Vereinbarungen zur Nutzung seiner Flächen nach der Besitzeinweisung durch den Enteignungskommissar der Bezirksregierung treffen müssen. Jetzt möchte Bayer – durch ein “neues” Gutachten bewegt – plötzlich heute noch mit Bauarbeiten durch das Gelände bolzen, obwohl das Getreide auf dem Feld noch nicht abgeerntet ist. Das neue Gutachten liegt Zech gar nicht vor, soll aber nachgereicht werde. Zech hat sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt, die Arbeiten zu verhindern. Ob das auch bei der laschen Bezirksregierung fruchtet, ist sehr fraglich. Büssow hat derweil ja Bayer eine zusätzliche gerichtliche Atempause verschafft denn er hat ja offensichtlich das Verwaltungsgericht Düsseldorf gebeten, Bayer doch mehr Zeit – bis Oktober 2008 will man so weit sein – zu geben, das Gemeinwohl seiner unternehmerischen Vorteile zu begründen. Hier also Verzögerungstaktik und andererseits gegenüber den “Enteigneten” den Druck erhöhen. Ein Schelm ist, wer Böses dabei denkt. Aber Zech will nicht nachgeben und so könnte es zu einer “echten” Konfrontation kommen. Bayer will mit dem Bagger durch das Feld – Zech will erst seine Ernte einfahren. Wir sind gespannt, wer sich durchsetzt.

Streng geheimer aber öffentlicher Termin

Sie wissen noch nicht, dass am Samstag vor der noch real existierenden Sparkasse ein öffentliches Gespräch mit Moderator vom WDR stattfindet? Wir wissen das auch nur, weil wir das Bürgerbegehren “Unsere Stadtwerke: Kein Verkauf” aktiv unterstützen. Da redet man natürlich miteinander. Und so erfährt man kurzfristig angesetzte Termine. Neugierig geworden? Dann kommen Sie doch einfach (sofern Sie so kurzfristig Zeit haben) am Samstag 31.05.2008 um 11:00 Uhr auf die Mittelstraße vor die Sparkasse. Dort können Sie dann live erleben, wie Herr Scholz (SPD und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Hilden) und Herr Hankel (1.Verantwortlicher des Bürgerbegehrens “Unsere Stadtwerke: Kein Verkauf”) auf die Fragen des Moderators Hartmut Glittenberg antworten. Die Fragen sind natürlich von den Stadtwerken? vorgeben worden. Eine Einflussnahme des Verantwortlichen hierzu war nicht vorgesehen… Es besteht ein enger Zeitrahmen. 11:00 gehts los und 12:00 Uhr ist fertig! Fragen aus dem Publikum sind nicht erwünscht. Ach ja – und in den Fragen kommen die Worte “Verkauf”, “Teilverkauf” oder “Anteilsverkauf” natürlich nicht vor. Sie sind ersetzt und schöngeredet mit “Partnerschaft”. Kommen Sie doch einfach trotzdem – pünktlich kurz vor 11:00 Uhr! Vielleicht ergattern Sie ja einen Platz, an dem die Parteiprominenz der Befürworter stehen wollte, um die klugen Antworten des Aufsichtsratsvorsitzenden zu beklatschen. Anschließend können Sie dann das Bürgerbegehren unterschreiben.

Investoren auf der Zielgeraden

So titelt die WZ am 28.05.2008. Damit wird wenigstens im Titel des Artikels öffentlich deutlich gemacht, dass es nicht um eine Partnerschaft für die Stadtwerke Hilden geht, sondern um den Verkauf an einen Investor. Diese Tatsache wird ansonsten immer gerne schön geredet… Hier können Sie den ganzen Artikel Investoren auf der Zielgeraden lesen. Zum Artikel gibt es auch einen Leserbrief, der das Schönrechnen relativiert. Hier der Leserbrief: Kommunale Energie ist in Hilden günstiger

CO-Pipeline: Presse berichtet über Vertagung und mehr

Medien berichten über die Vertagung der Verhandlung beim Verwaltungsgericht Düsseldorf. Presseportal der NRZ: Verhandlung zur CO-Pipeline abgesagt Auch die RP bringt die Meldung (online verfügbar): Pipeline-Prozess: Bezirksregierung muss erst noch nachbessern Und das stand auch noch in der RP vom 29.05.2008: CO-Gegner wollen den Bayer-Chef …

Kommunale Energie ist in Hilden günstiger

In dem Beitrag “Investoren auf der Zielgeraden” in der WZ vom 27. Mai 2008 heißt es, alle drei Bieter (Stadtwerke Aachen, Stadtwerke Düsseldorf und Rhein-Energie Köln) seien bei den Strompreisen günstiger als die Stadtwerke Hilden. Diese aus dem Tarifrechner von Verivox ermittelten Zahlen sind jedoch nicht direkt vergleichbar. Denn bei den günstigen Angeboten handelt es sich entweder um Verträge, die nur über das Internet abgeschlossen werden können (fairOnline-Strom in Köln) bzw. eine 12-monatige Bindungsfrist beinhalten (Düsselstrom-Online und StromSTA-Aktiv in Aachen). Außerdem werden in Düsseldorf und in Köln Rechnungen und Zählerstände nur online übermittelt. In Hilden gibt es dagegen einen Vollservice-Preis und keine versteckten AGB-Fallen. Vergleicht man die regulären Privatkundenverträge mit vollem Service und ohne lange Kündigungsfristen, dann ist der Strompreis in Hilden eher niedriger als in Aachen, Düsseldorf und Köln. Verivox weist als Normaltarif bei einem Verbrauch von 1.500 KWh folgende Beträge aus: Aachen 368,61 Euro, Düsseldorf 364,20 Euro, Köln 368,55 Euro und Hilden 364,21 Euro. Beim Strompreisrechner von Tarifvergleich.de sind die Zahlen praktisch identisch, lediglich für Düsseldorf wird dort ein um etwa 5 Euro höherer Preis genannt. Damit steht fest: Für Normalkunden der Stadtwerke ist Strom in Hilden günstiger als in Aachen, Düsseldorf und Köln. Dieser Vorteil erhöht sich laut Tarifvergleich.de noch deutlich, wenn man z.B. einen Jahresverbrauch von 5.000 KWh ansetzt. In diesem Fall spart der Energiekunde in Hilden im Vergleich zu Aachen pro Jahr 35,23 Euro, zu Düsseldorf 46,10 Euro und im Vergleich zu Köln immerhin noch 16,12 Euro. Assessor jur. Michael Bauhoff, Hilden

Büssow schafft “Nachbesserungen” nicht – Termin verschoben

– Mahnwachen –wir machen weiter in Langenfeld! Da haben Anfang des Jahres Landes- und Bezirksregierung noch vollmundig verkündet: Wir bessern den Planfeststellungsbeschluss nach und in der Verhandlung im Juni wird das Verwaltungsgericht Düsseldorf schon Verständnis für Bayer und Büssow haben! Denkste, jetzt hebt das Verwaltungsgericht den Termin am 16.Juni 2008 auf, weil die Bezirksregierung die Arbeiten “entgegen ihrer ursprünglichen Zeitplanung nicht bis zum genannten Termin abschließen kann”. “Die Bezirksregierung hatte eine Aussetzung des Verfahrens angeregt, da sie die im Dezember 2007 in zwei Eilverfahren ergangenen Beschlüsse des Oberverwaltungsgerichts Münster zum Anlass genommen hat, durch ein Planergänzungsverfahren den vom Oberverwaltungsgericht geäußerten Bedenken Rechnung zu tragen….” so die Mitteilung der Bezirksregierung. Wir machen derweil weiter mit den Mahnwachen, die Bayer und Büssow immer so zu schaffen machen. Diesmal in Langenfeld, am 30.05.08 ab 17 Uhr an der Düsseldorfer Straße/Ecke Theodor-Heuss- Straße in Langenfeld gegenüber dem bekannten Berghausener Blumentopf. Es werden wieder eine Vielzahl von Kreuzen dem Protest Ausdruck geben. Aber auch unsere Transparente werden alle Passanten und vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer aufmerksam machen, erinnern und mahnen, was den Anwohnern von der Bayer-Giftgas-Leitung drohen würde, ginge sie denn jemals in Betrieb. Aber das werden wir mit aller unser Kraft verhindern.

CO-Pipeline: Termin verschoben

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat auf Antrag der Bezirksregierung den für den 16.06.2008 geplanten Termin verschoben. Hier die Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts: Termin zur mündlichen Verhandlung in Sachen “Bayer-Pipeline” aufgehoben

Bürgerbegehren “Unsere Stadtwerke: Kein Verkauf!”: Informationen

Beteiligungen der Energiekonzerne EnBW, Eon, RWE und Vattenfall an regionalen Stromversorgern Unter diesem Titel finden sie die Tabelle des ARD-Magazins PlusMinus. Die Beteiligungen basieren auf dem Sondergutachten der Monopolkommission. Die Lektüre ist besonders angezeigt bei den Befürwortern des Teilverkaufs der Stadtwerke Hilden. Diese Parteien wollen dem ahnungslosen Bürger als besonders wichtig verkaufen, dass es sich bei den verbliebenen drei Bietern um Stadtwerke aus der Region handelt. Das kann nach Studium der Tabelle nicht so stehen bleiben: Stadtwerke Düsseldorf: EnBW 54,95 % Das heißt die “regionalen Stadtwerke Düsseldorf” geben nur noch den Namen, aber sie sind dominiert von dem Energiekonzern EnBW. Stadtwerke Köln = RheinEnergie AG: RWE Energy AG 20 % Also doch 20 % bei einem der 4 großen, marktbeherrschenden Energiekonzernen. Stadtwerke Aachen: EON Hanse 24,9 % Da waren sogar wir überrascht! Bisher waren wir der Meinung, dass keiner der Großkonzerne in Aachen mitmischt. So kan man sich täuschen… Aber Aussagen der Monopolkommission wird sicher niemand anzweifeln. Da die Tabelle Strompreise vergleicht auf Daten (verivox) vom 06.11.2007, haben wir aktuelle Strompreise recherchiert. Die Angaben beruhen auf Internetangaben des jeweiligen Stadtwerks – Stand 26.05.2008. Bei einem Verbrauch von 4.000 kWh pro Jahr bezahlen Sie in Hilden: 834,86 € Düsseldorf: 844,82 € Köln: 847,68 € Aachen: 833,38 € Wer würde schon für einen Euro Ersparnis pro Jahr sein Vermögen verkaufen oder auch nur in Erwägung ziehen, den Anbieter zu wechseln? Und nun viel Spaß bei der Tabelle