Monatliches Archiv:August 2006

Über 12.000 Unterschriften

Noch nie war die Resonanz auf ein Bürgerbegehren in Hilden so überwältigend wie auf “Hände weg vom Alten Markt”. Über 12000 Unterschriften liegen uns schon vor. Jetzt wird es für uns Zeit, die Sammlung abzuschließen und die Unterschriften der Verwaltung zu übergeben. Wir bitten daher, alle noch im Umlauf befindlichen Unterschriftenlisten bis zum 05.09.2006 abzugeben bei den Initiatoren: Heidi Weiner – GTW-GmbH, Herderstrasse 81, 40721 Hilden, Dr. Heimo Haupt – Dürerweg 27, 40724 Hilden. Außerdem besteht auch die Möglichkeit bei: B90/Grüne – Gerresheimer Str. 26, 40721 Hilden, Bürgeraktion Hilden – Südstr. 36, 40721 Hilden, dUH – Warringtonplatz 5, 40721 Hilden, FDP – Südstr. 2, 40721 Hilden, MUT e.V. – Ursula Probst, Regerstr. 6 – 40724 Hilden. DANKE an alle Hildener Bürger für die Unterstützung des Bürgerbegehrens! Wir bitten Sie schon heute auf diesem Wege, bei einem evtl. BÜRGERENTSCHEID Ihr Wahlrecht auszuüben. Heidi Weiner, Dr. Heimo Haupt

Naherholung in Langenberg wieder aktuell?

Neue Pläne für Lehmkuhler Weg/Richrather Straße.Lange war es ruhig geworden um den Bebauungsplan Nr.2A. Jetzt ist ein neuer Investor gefunden. Auf dem Gelände soll ein PLUS-Markt und ein Getränkemarkt gebaut werden. Wohnen auf der Kippe ist damit vom Tisch. Die Probleme mit dem Grünausgleich aber nicht! Immerhin werden 4000 qm Wald betroffen sein. Vor vier Jahren sollte der Ausgleich in Langenberg in der Nähe des Fernsehturms realisiert werden. 2002 haben wir gemeinsam mit ADFC und BUND “Hilden Forrest” schon mal besucht

Nistkästen für Fledermäuse

Nord- und Südfriedhof sind die Standorte für 10 neue Nistkästen für Fledermäuse.Ob die Fledermäuse gewillt sind dort auch Quartier zu beziehen muss abgewartet werden. Beschafft wurden wartungsfreie (Säuberung nicht notwendig) Nistkästen des Typs 1FF der Firma Schwegler. Auslöser für die Beschaffung war der Antrag von MUT zum Schutz der Fledermäuse in Hilden ein Kataster über ihre Quartiere anzulegen. siehe Beitrag vom 10.02.06 Dann fehlen also noch zwei mal 5 Nistkästen!

Und läuft, und läuft und läuft…

das Bürgerbegehren “Hände weg von Alten Markt”. Vollautomatisch! Nach wie vor streben die Bürger zum Infostand, um zu unterschreiben. Oder sie bringen volle Listen zum Stand – unglaublich, aber wahr! Immer gut zu tun am Stand! Die Plakate des Planungsbüros immer im Blickpunkt des Interesses – die “Live-Bemusterung” war ja auch schon (wohlweislich?) abgebaut. Für viel Geld (ca. EUR 10.000) wurde auf dem Alten Markt die Bemusterung ausgelegt und keiner wollte oder sollte sie sehen. Eigentlich war die Aktion völlig überflüssig und das Geld im wahrsten Sinne des Wortes “in den Sand gesezt”. Der Stadtentwicklungsausschuss hatte doch schon lange alles gesehen, für gut befunden und beschlossen – auch mehrheitlich der Rat am 21.06.! Kein Hindernis in der Sondersitzung zu verkünden: das will so keiner. Wie sagte schon Adenauer? Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von Gestern. So war ruck zuck alles wieder abgebaut. Warum? So mancher Bürger wollte sich am Samstag ein Bild davon machen. Leider nicht mehr möglich! Wie gut, dass wir am Infostand die Plakate der Planung zeigen konnten… Das war Abschreckung genug.

Leserbrief: “Protestler treiben Sau durchs Dorf

Die “markigen Worte” aus der SPD-Fraktion zur Neugestaltung des Alten Marktes sind in ihrer Arroganz kaum zu überbieten. Wenn sich die großen Fraktionen in seltener Geschlossenheit einig sind, -um im Jargon der SPD-Fraktion zu bleiben- ihrerseits “die Sau (des Unfuges) durch das Dort zu treiben”, bleibt den kleinen Ratsfraktionen und mehreren 1.000 Bürgern, die sich in diesen Tagen in unserer Stadt nur verwundert die Augen reiben können, keine andere Möglichkeit ihrerseits dieselbe der Vernunft durchs Dorf zu treiben. Die SPD-Fraktion verkennt offensichtlich völlig, daß es hier um die Wahrnehmung guter demokratischer Rechte, die es dem Bürger ermöglichen, seine Interessen wahrzunehmen, geht. Ebenso wie es zu seinen guten Rechten gehört, an Kommunalwahlen teilzunehmen, um einen Stadtrat zu wählen, von dessen Fraktionen er sich für die Wahrnehmung seiner Rechte dann rüde beschimpfen lassen kann. Endlich wurde Tausenden von Hildener Bürgern, zu denen im übrigen auch zahlreiche SPD-Wähler gehören, gesagt, was sie sind: “Stadtbekannte, ständige Protestler”. Hier darf der Hildener Bürger mit Fug und Recht und -dies bitte auch mit “markigen Worten” – eine Entschuldigung erwarten. Der SPD-Fraktion wird dringend eine Überprüfung ihres Demokratieverständnisses angeraten. Ihre Mitglieder wurden nicht als Feudalherren in ihre Ämter und Funktionen gewählt. Sie haben sie inne, weil wir uns alle an den Vorzügen und (Bürger-)Rechten einer Demokratie erfreuen dürfen. Darüber hinaus ist es erfreulich, dass Hilden unter den Gemeinden in NRW in seiner Größenklasse eine der niedrigsten Pro-Kopf- Verschuldungen hat. Dabei sollte man es auch tunlichst belassen und dem Begehr der Hildener Bürger entsprechen. In dieser Angelegenheit sind bereits genug Gelder aus dem Stadthaushalt vergeudet worden. Wenn dem Hildener Stadtrat nach “Investitionen in die Zukunft” ist, wobei jede seiner Entscheidungen von diesem Ziel getragen sein sollte, so mag er sich sinnvolleren Projekten zuwenden. Therese Neuhaus

Leserbrief: Danke an CDU und SPD!

Danke, dass Sie für einige tausend Euro (die Rede ist von 9000!) Pflaster und Moblierung haben aufbauen lassen für alle, denen die Bilder nochnicht reichten. Danke, dass Sie diese bereits nach weniger als zwei Wochen haben abbauen lassen, damit wir den Anblick nicht länger ertragen müssen. Danke, dass Sie dabei haben beweisen lassen, dass man das Kleinpflaster mit Sattelschleppern und Baufahrzeugen befahren kann, ohne es zu zerstören. Danke, dass das Pflaster durch den nach dem Abbau hinterlassenen Sand so glatt ist, dass mit Gehstützen akute Rutschgefahr herrscht! Klaus de Leuw

Neue Nähe zum Bürger?

Bürgermeister diskutiert vor den Infostand zum Bürgerbegehren “Hände weg vom Alten Markt” mit Bürgerinnen und Bürgern. Auch Stadtmarketing GmbH mischt mit. Derweil oder deshalb kommen die Bürgerinnen und Bürger zum Infostand und unterschreiben das Bürgerbegehren. Auch der kleine Mann mag dem Bürgermeister nicht auf den Leim gehen und findet das alles zum einschlafen öde… Auch bei den “kleinen” Parteien scheint die Überredungskunst zu versagen…

Pressemitteilung BA: Verlegten Heinzelmännchen Musterfläche?

Stadt setzte Absicht von CDU/SPD um Anlässlich der raschen Beseitigung der erst am 8. August 2006 auf dem “Alten Markt” verlegten Musterfläche erklärt der Vorsitzende der Wählergemeinschaft “Bürgeraktion Hilden”, Udo Weinrich: “9.000 EUR sind buchstäblich in den Sand gesetzt worden”, kommentiert Udo Weinrich, Vorsitzender der “Bürgeraktion” (BA) die Beseitigung der erst am 8. August auf dem “Alten Markt” angelegten Musterflächen. Wenn dort angeblich nur “Ideen” eines Stadtplaners präsentiert worden seien, müsse jemand im Rathaus dafür die politische Verantwortung tragen. Bis zur Sondersitzung des Rates hätten CDU und SPD nichts unternommen, um dem öffentlichen Eindruck entgegenzutreten, diese Musterfläche zeige die künftige “Verunstaltung” des “Alten Marktes”. “Die CDU will ja auch nicht herausfinden, wer veranlasst hatte, dass diese Musterfläche angelegt wurde”, so der BA-Ratsherr. Die Stadt habe nämlich nicht eigenmächtig gehandelt, sondern die von CDU/SPD mehrfach bestätigte Planung vorgestellt. “Im Februar bemusterte der Stadtentwicklungsausschuss in einer Sondersitzung die Beläge. Dabei wurden auch Möblierungselemente begutachtet”, so der BA-Vorsitzende weiter. Über die auf dem “Alten Markt” gezeigten Gegenstände hätte die Stadtverwaltung alle Fraktionen bereits vor der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 7. Juni informiert. In großen Planzeichnungen wären Sitzmöblierung, Poller, Fahrradständer und Mülleimer “farbig und alternativlos” präsentiert worden. Im Erläuterungsbericht des Bürgermeisters seien sowohl die Lichtstelen, die mit angeblich “brillantem und blendfreiem Licht den Platz erhellen” sollten als auch “farbig nuancierte Pflastersteine” angepriesen worden. “Prägendes Element im Sommer sind die Sonnenschirme, die über dem ganzen Platz in einem Raster verteilt sind”, ließ der Bürgermeister alle Ratsmitglieder wissen. CDU und SPD hätten daran nichts kritisiert und ließen nun die Stadtverwaltung im Regen stehen, so Weinrich abschließend.

Leserbrief: Alter Markt

Die von über 8000 wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern durchs Dorf gertriebene Sau hat jetzt auch einen Namen. Das rot-schwarze Borstenvieh heisst “Ratsbeschluß Alter Markt”. Vorsichtshalber wird das arme Vieh zur Zeit durch neuen Ratsbeschluß vorläufig vor der Öffentlichkeit versteckt. Es kann vermutet werden, dass der Rat das Bürgerbegehren zum Alten Markt ablehnen wird. Mit dem dann folgenden Bürgerentscheid wird “Ratsbeschluß Alter Markt” mit einem soliden Blattschuß sein Leben aushauchen. 18.08.2006 Hans Otto Probst