Monatliches Archiv:Mai 2006

Es war einmal ein Baum –

ein stattliche alte Eiche. Auch Märchen beginnen mit “es war einmal”. Im Gegensatz zu Märchen hat unsere Geschichte kein gutes Ende für den Hauptdarsteller… Die Lebenserwartung einer Eiche liegt bei vielen hundert Jahren (bis zu 1000). Leider stand unser Baum an der falschen Stelle. Er war schon sehr alt, aber er hätte uns alle hier in Hilden überlebt und viele Generationen nach uns. Die Eiche wurde gefällt. Sie musste einem Messpunkt Platz geben…

Bäume ?

im Prinzip ja, aber – sehen so Bäume aus?? Sie sehen aus wie sträflich misshandelt! Die misshandelten Bäume stehen nicht in Guantanamo sondern in Hilden – auf dem Gelände der Klinik, die sich “Klinik im Park” nennt. Hier darf anscheinend gebaut werden, wie es gerade am besten in den Kram passt – ohne jede Rücksicht. Wer kümmert sich um Auflagen, die zum Schutz der wenigen Restbäume des ehemaligen Parks notwendig sind? Auch für die Bauphase gibt es Normen und sogar einfache Anleitungen zum Schutz der Bäume. Sehr empfehlenswert ein Merkblatt der Stadt Leipzig. Einfach, ohne zuviel Worte, für jeden verständlich und über Internet zu finden. Dann fehlt nur noch der Wille zur Umsetzung. Aber Leipzig ist auch anders als Hilden: Bäume haben ganz offensichtlich hohen Stellenwert – sie werden über die Baumschtzsatzung geschützt. (Hinweis: die gibt es auch im Internet unter www.leipzig.de Auszug zum Komplex Klinik im Park aus dem Flyer zur Radtour: Diese Station der Radtour muss im Zusammenhang betrachtet werden. 2001 hatte die “Klinik im Park” damit gedroht Hilden den Rücken zu kehren, wenn sie keinen Neubau auf dem HAT-Platz errichten könne. Angeblich war ihr an dieser Stelle hier gekündigt worden… Bereitwillig wurde der Flächenutzungsplan geändert, der Bebauungsplan aufgestellt. So konnte der HAT seinen Sportplatz gewinnbringend verkaufen, erhielt selbst ein Grundstück von der Stadt Hilden am Holterhöfchen zum Bau einer Mehrzwecksporthalle. Die “Klinik im Park” kaufte einen Großteil des alten Sportplatzes, der Rest des Platzes wurde mit Wohnbebauung zugepflastert. Alleine der Bauantrag der “Klinik im Park” ließ auf sich warten… Später musste die “Klinik im Park” dann sparen – die diversen Gesundheitsreformen forderten ihren Tribut (übrigens auch schon 2001!!). Sie verkaufte also das Gelände am früheren HAT-Platz – gewinnbringend ?? – an die Stadt Hilden, die dort jetzt ein Altenheim errichtet. Stattdessen bebaut die “Klinik im Park” ihren Park und sollte jetzt umgetauft werden. In den Stellungnahmen des BUND Hilden zu dem Bebauungsplan wurden Alternativen für den Standort des neuen Baukörpers entwickelt, die das Wäldchen geschont hätten. Aber weder Klinikinvestoren noch Stadtspitze und Stadtrat wollten die Bäume schützen. So hat die “Klinik jetzt ohne Park” gemeinsam mit der Hildener Baulobby – manche meinen Lobby könnte man auch anders aussprechen – es geschafft, dass drei Grünflächen an verschiedenen Standorten versiegelt wurden.

Bäume – begnadigt

aber nur Dank leerer Kasse. Eigentlich zum Tode verurteilt, aber dank leerer Stadtkasse wird das Urteil bis auf weiteres nicht vollstreckt. Die alten Linden vor der Reformationskirche am Alten Markt sollten gefällt werden. Sie sollten der Neugestaltung des Alten Marktes inklusive des Kirchengeländes geopfert werden. Jetzt wird das Geld knapper (immerhin wird schon von Sparen geredet und ein Arbeitskreis dafür gegründet) und es reicht nicht mehr für das ganze Gelände. Nur diesem Umstand verdanken wir weiterhin den Anblick der Linden auf dem Alten Markt.

Baum – tot

Keine Chance zum Überleben ohne Pflege nach der Pflanzung! Zum Tode verurteilt durch fehlende Pflege. Auch die Ersatzpflanzung der Ersatzpflanzung hat nicht überlebt… Zum Ausgleich für Eingriffe in Natur und Landschaft in der Giesenheide musste Grünausgleich geschaffen werden. Ersatzpflanzungen sind bereits mehrfach erfolgt – zum Teil erfolglos, wie man unschwer erkennen kann. Dies hier sind nur wenige Beispiele. Es gibt noch viel mehr tote Bäume. Ersatz für den Ersatz der Ersatzpflanzung ist gefragt. Wer den wohl bezahlt?? Die Firma, die gepflanzt hat? Oder doch noch einmal der Steuerzahler? Auch wenn wir Bürger nicht zur Kasse gebeten werden, müssen wir doch auf den Schatten verzichten, den die Bäume spenden sollten. Sauerstoff wird nicht erzeugt und die Luft nicht gefiltert. Die Öko-Bilanz bleibt im Minus…

Baum – todgeweiht

– aber nicht im klassischen Sinne. Die Eiche (gerade Blätter austreibend) ist kerngesund und trotzdem todgeweiht, denn auch sie wird der Bebauung des Hintergeländes am Alten Helmholtz geopfert. Noch ist die Eiche Futterbaum für den Grünspecht. Wo der Grünspecht dann Futter findet??? Wer weiß es, hier nicht mehr! Die Tiefgarageneinfahrt hat Vorfahrt vor Natur und dem Hunger der gefiederten Freunde.&nbsp Heiß umkämpft war dieser Bebauungsplan. Letztendlich konnte er nur in geheimer Abstimmung die Mehrheit im Rat finden. Es gibt halt immer Leute, die Lippenbekenntnisse öffentlich abgeben und in Wahrheit auf der anderen Seite stehen… Die Möglichkeit das Gelände noch in seiner ganzen Pracht zu sehen, war das Highlight unserer Radtour. Hier unser Ausblick auf das Gelände: So sieht es mit voller Begrünung aus

Pressemitteilung BA: Erwartet und längst überfällig

BA-Vorsitzender zum Rücktritt von Herlitz Zum Rücktritt und Mandatsverzicht des CDU-Vorsitzenden Carsten Herlitz erklärt der Vorsitzende der ?Bürgeraktion Hilden?, Udo Weinrich: ?Ich hatte mit diesem Schritt gerechnet und Carsten Herlitz das auch bereits vor Monaten gesagt?, zeigt der Vorsitzende der ?Bürgeraktion Hilden? (BA), Udo Weinrich, sich nicht überrascht von der Entscheidung des CDU-Vorsitzenden, Ämter und Ratsmandat niederzulegen. ?Carsten Herlitz hatte in der CDU-Löwengrube keine Chance?, behauptet der BA-Vorsitzende. Herlitz habe die ?erstbeste Gelegenheit zum Absprung genutzt?, ist sich der BA-Chef sicher. Gescheitert sei der CDU-Vorsitzende an einer ?politisch absolut tödlichen Mischung aus seiner Mutlosigkeit und den Heckenschützen im eigenen Lager?, so Weinrich weiter. Wer ? wie Herlitz ? im Wahlkampf Steuererhöhungen ausschließe und Schuldenabbau verspreche, um nach der Wahl das Gegenteil zu tun, der sei politisch nicht mehr ernst zu nehmen. Offenbar habe Herlitz allmählich gedämmert, dass er in und mit dieser CDU, die sich im Klammergriff der SPD befinde, auch bei der Kommunalwahl 2009 chancenlos sein würde. Zu hoffen sei, dass seine designierte Nachfolgerin an der Spitze der CDU, Frau Anfang, den Mut und das Standvermögen aufbringe, sich gegen die ?grauen Eminenzen und Stippenzieher? in der CDU-Fraktion zu behaupten.

Baum – totgesagt

Vor gut zwei Jahren war dieser Baum totgesagt. SDI wollte am Bahnhof Bowlingbahnen bauen – da hätte der Baum gestört. Kaum zu glauben – er lebt immer noch und präsentiert sich in bester Verfassung, in voller Blüte. Seine Verfassung ist jedenfalls viel besser, als die des Bahnhofs…

Pressemitteilung BA: Bürger froh, dass es Hundeschulen gibt

BA zur Klage gegen Hundeschulen-Betreiber Peter Dahm-Korte, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der ?Bürgeraktion Hilden? (BA) reagiert mit Unverständnis auf die Ankündigung des Beigordneten Danscheidt (CDU), im Stadtwald ausdrücklich gegen Hundeschulen vorgehen zu wollen: ?Viele Bürger sind froh, dass es überhaupt Hundeschulen gibt?, behauptet Peter Dahm-Korte, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der ?Bürgeraktion Hilden? (BA). Doch das Rechtsamt habe ?offenbar keine wichtigere Aufgabe als die, gegen einen Hundetrainer vorzugehen, der für mehr Sicherheit sorgt.? Es sei offensichtlich, dass Beigeordneter Danscheidt (CDU) nicht nur im Stadtwald mit zweierlei Maß messe. Dort wolle er angeblich gegen jede erkennbare gewerbliche Nutzung vorgehen, stelle aber zugleich geführten Touren von Mountainbikern und Nordic-Walking-Kursen großzügig ?Persilscheine? aus. ?Bekommen wir demnächst einen Einzelfall-Entscheider für die Nutzung des Stadtwalds oder wird auch das die Stadtmarketing-GmbH übernehmen??, fragt der BA-Ratsherr ironisch Richtung Rathaus. Hätte der Beigeordneter Danscheidt als Ordnungsdezernent beim Thema ?Bahnhof? die gleiche Entschlossenheit an den Tag gelegt, mit der er und sein ?offenbar talentfreies? Rechtsamt nun gegen die Hundeschule vorgingen, wäre das denkmalgeschützte Gebäude heute in einem besseren Zustand, behauptet Dahm-Korte.

Pressemitteilung B90/Grüne: Hilden achtet zukünftig bei Vergaben auf soziale Aspekte!

In der letzten Ratssitzung wurde beschlossen, zukünftig bei Vergaben den Aspekt menschenwürdiger Arbeitsbedingungen einfließen zu lassen. Damit übernimmt die Stadt ein Stück globale Verantwortung. So sollen Anbieter in Zukunft zusichern, dass bei der Herstellung ihrer Produkte auf ausbeuterische Kinderarbeit verzichtet wird und weitere Kernarbeitsnormen der Weltarbeitsorganisation (ILO) eingehalten werden, z.B. den Verzicht auf Zwangs- und Pflichtarbeit, die Nichtdiskriminierung am Arbeitsplatz und das Recht Gewerkschaften zu bilden. “Wir GRÜNEN haben erfolgreich gefordert, dass zusätzlich zu dem von der BA beantragten Ausschluss von Kinderarbeit auch alle weiteren von der Bundesrepublik ratifizierten Arbeitnehmerrechte beim Vergabeverfahren berücksichtigt werden “, sagt das grüne Ratsmitglied Klaus-Dieter Bartel. “Besonders wichtig sind solche Regelungen bei der Beschaffung von Pflastersteinen, Berufskleidung, Textilien, Sportbällen und Spielzeugen. Diese Produkte werden oft im asiatischen Raum unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt. Der Beschluss des Rates zielt darauf ab, Unternehmen zu fördern, die dort für humanitäre Arbeitsbedingungen sorgen. Leider wird – aufgrund einer nochmals zu überprüfenden Rechtslage – bei Vergaben unter 200.000 € vorerst nur eine freiwillige Selbstverpflichtung der Anbieter erwartet. Wir gehen aber davon aus, dass sich Firmen, die sich nicht um Arbeitnehmerrechte scheren, unter den neuen Ausschreibungsbedingungen wohl kaum in ein Vergabeverfahren drängen werden. Der Imageschaden wäre zu hoch, wenn bekannt würde, dass sie weltweit anerkannte Arbeitsstandards absichtlich ignorieren. Die Grünen werden sich zum Jahresende bei der Verwaltung über die Auswirkungen des Ratsbeschlusses auf die Vergabepraxis informieren.”

Papiertiger Nr.2

Es gibt noch mehr Papiertiger. Zum Beispiel Bebauungspläne Sie glauben das nicht? Doch das stimmt! Öffentliche Spielplätze in Bebauungsplänen sind Papiertiger. Geplant ist ein Spielplatz schnell. Ein paar Striche auf dem Papier, ein paar warme Worte dazu – fertig ist der Papiertiger. Denn den Spielplatz gibt es real erst (mit viel Glück wenn die Kinder schon wieder Kinder haben) wenn im Spielplatzbedarfsplan der Mangel festgestellt wird und dann auch noch Geld in ser Stadtkasse ist… Sie sollten das jetzt wirklich glauben – auch wenn es kaum zu glauben ist. MUT hat nachgefragt in der Bürgerfragestunde in der Ratssitzung am 10.05.2006. Der Spielplatz in der Lodenheide steht zwar in B-Plan 150 aber an eine Realisierung ist da noch nicht gedacht. Und dabei hatten wir in der Offenlage schon Bedenken bezüglich einer entspr. Verkehrssicherung gemacht…