Monatliches Archiv:Dezember 2005

RP (7.12.2005) – Abenteuer Spielplatz

Die Einrichtung der Freizeitgemeinschaft Behinderte und Nichtbehinderte an der Richard-Wagner-Straße muss Personal einsparen. Gleichzeitig soll der Abenteuerspielplatz auch am Samstag geöffnet sein. VON KLAUS WÜNNENBERG HILDEN Der Abenteuerspielplatz im Hildener Norden muss in den nächsten Jahren personell abspecken. Einsparungen in Höhe von 25.000 Euro jährlich beschlossen die Mitglieder des Jugenhilfeausschusses mehrheitlich. Die Freizeitgemeinschaft Behinderte und Nichtbehinderte soll aber weiterhin Träger der Einrichtung an der Richard-Wagner-Straße bleiben. Die CDU hatte im Sommer den Antrag gestellt, die Verwaltung solle prüfen, ob der Abentuerspielplatz von der Stadt übernommen weden könnte. Hintergrund: Der Spielplatz hatte sich in den letzten Jahren zu einem Zuschussgeschäft entwickelt. In 2004 waren knapp 30.000 Euro Defizit zusammen gekommen. Diese Summe konnte die Freizeitgemeinschaft aus anderen Bereichen decken. In der Ausschusssitzung wurde aber deutlich, dass im Grunde keine Fraktion einen Trägerwechsel befürwortete – nicht einmal die CDU. “Schwer nachvollziehbar” “Der Abenteuerspielplatz leistet sehr gute Arbeit”, betonte Christoph Bosbach (SPD). Ein Wechsel sei derzeit gar nicht erforderlich. Allerdings sollte mittelfristig eine halbe Stelle und dadurch 25.000 Euro im Jahresetat eingespart werden. Dem konnte sich Claudia Schlottmann (CDU) nur anschließen. Das Angebot werde jetzt durch die Öffnungszeiten am Samstag sogar noch verbessert. “Durch Umstrukturierung wird es möglich sein, die Samstag-Öffnungszeit im Rahmen des Etats umzusetzen”, hatte Helga Bruch, Vorsitzende der Freizeitgemeinschaft, schriftlich mitgeteilt. “Das ist schwer nachvollziehbar, wie am Samstag geöffnet und gleichzeit Personal eingespart werden soll”, kritisierte Carsten Wannhoff, Leiter des Jugendtreffs St. Konrad. Diese Einsparpotenzial sein einvernehmlich mit der Freizeitgemeinschaft festgelegt worden, erläuterte Beigeordneter Reinhard Gatzke. Auch die Stadt wolle die Qualität der Arbeit erhalten. Für das Team blieben dennoch Spielräume, meinte Gatzke. In ihren Erläuterungen hatte die Verwaltung dargelegt, dass andere Abenteuerspielplätze in der Region mit lediglich bis zu zwei Vollzeitstellen auskommen müssten. In Hilden seien aber zwei Vollzeitkräfte und zwei Teilzeitkräfte beschäftigt. Hinzu kämen noch Verwaltungsstunden-Anteile. Bei Weggang von Mitarbeitern oder auslaufenden Verträgen sollte in Zukunft due halbe Stelle eingespart werdenm erläuterte Gatzke. Als Ausgleich schlug die Verwaltung vor, zum Beispiel könnten für die Verpflegung der Tiere auf dem Abenteuerspielplatz mittelfristig “geringfügig Beschäftigte” eingesetzt werden, “damit das Personal ausschließlich für die Kinderbetreuung zur Verfügung steht”. INFO Abenteuersommer Größe Die Größe des Abenteuerspielplatzes umfasst rund 10.000 Quadratmeter. Personal Zwei Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte Tiere Es gibt Hühner, Gänse, Kaninchen, Meerschweinchen, Schafe, Ziegen und Pferde. Geöffnet Werktags von 13.30 bis 18 Uhr für Kinder von sechs bis 14 Jahren. Ort Richard-Wagner-Straße 101.

Altes Helmholtz

Verschleierung, Profilierung und Unterstellungen – das kennzeichtet derzeit die Diskussion zum B-Plan 236 in den verschiedenen Medien. Da wird die Verminderung der Bauhöhen propagiert und in Wahrheit wird aus Teilstück “J” dann “H” – wie höher. Das Angebot aus 2002 zur Einrichtung eines öffentlichen Parks wird immer noch gerne genutzt für Unterstellungen. Damit glaubt man, sich trefflich zu profilieren. Was jetzt benötigt wird, sind keine Verschleierungen, Profilierungen und Unterstellungen. Nie war die Chance größer, der Bauwut Einhalt zu gebieten. Hier ist das Ziel das Maß aller Dinge. Dafür lohnt es sich zu kämpfen und Ressentiments über Bord zu werfen. Packen wirs an!

Pressemitteilung “Altes Helmholtz” – bei uns ungekürzt

Heute auch bei uns eingegangen: die Pressemitteilung von Christoph Seiffert, Augustastr. Hier die ungekürzte PM: Bebauungsplan 236, Hilden Folgender Vorschlag wurde von mir im Jahr 2002 der Verwaltungsspitze unterbreitet: Ich war bereit, dieses Hinterland zu erwerben, die Gebäude abzureißen und die versiegelte Fläche zu entsiegeln. Meine Planung seinerzeit war, hier einen kleinen Park anzulegen und diesen der Stadt und somit allen Hildener Bürgern zu überlassen. Die Voraussetzung für die Umsetzung dieses Projektes war, daß das Grundstück Bauland wird. Dies, wie ich der Verwaltung auch mitteilte, war die Voraussetzung für die Fremdfinanzierung. Da es mir nicht möglich ist, ein derartiges Projekt ohne Fremdmittel umzusetzen, verlangte die finanzierende Bank als Sicherheit eine Grundschuld. Da die Stadt das Grundstück nur zu Baulandpreisen verkaufen wollte, jedoch das Grundstück ohne Baurecht nur ca. 10% des Kaufpreises wert war, konnte eine Finanzierung ohne Baurecht auf dem städtischen Grundstück nicht realisiert werden. Seinerzeit wurde von mir ein Zeithorizont von ca. 20 Jahren genannt. Dieser resultierte aus der Finanzierungsdauer. Eine darüber hinaus gehende städtische Nutzung als Park wurde von mir explizit nicht ausgeschlossen! Es war zu keinem Zeitpunkt von mir beabsichtigt, hier zu bauen! Vielmehr ist mein Interesse, in Hilden gewisse Freiräume zu erhalten! Vorraussetzung für den Kauf des Grundstückes und die Anlage eines kleinen Parks war, daß das Hinterland der Augustastrasse nicht bebaut wird (siehe auch Variante II der Sitzungsvorlage für die Ratssitzung vom 28.09.2005) Leider ist die Stadt Hilden seinerzeit nicht auf diesen Vorschlag eingegangen. Anscheinend war das Interesse, diese letzte grüne Lunge in der Hildener Innenstadt auch noch zu bebauen, größer, als einen privat finanzierten Park für die Hildener Bürger, der für die Stadt kostenneutral gewesen wäre, zumal die Stadt durch den Verkauf den vollen Kaufpreis erlöst hätte. Durch die nun zur Zeit diskutierte “abgespeckte” Bebauung halbiert sich der zu erzielende Kaufpreis durch den Investor Waldner & Lück für die Stadt Hilden! Seit dem der Vorschlag zur Erstellung des Parks seitens der Stadt abgelehnt wurde, setze ich mich, wie auch fast alle Anwohner des betroffenen Gebietes, für die Erhaltung des alten Baumbestandes in den Gärten der Augustastrasse und einer städtischen Nutzung des Hinterlandgeländes altes Helmholz ein! Als Investor für das Gelände komme ich seit langem nicht mehr in Frage und werde hierfür in Zukunft auch nicht zur Verfügung stehen. Zu der Berichterstattung über die “abgespeckte” Variante des Bebauungsplanes 236 dem Vorschlag der FDP Fraktion, seien mir noch zwei Anmerkungen erlaubt: Die FDP brüstet sich damit, eine Kompromiß- Lösung aller Beteiligten gefunden zu haben. Unter allen Beteiligten versteht die FDP anscheinen nur die bauwilligen Anlieger der Augustastrasse und dem Bauträger Waldner & Lück. Die betroffenen Anwohner und benachbarten Grundstückseigentümer sind anscheinend in den Augen der FDP nicht mit einzubeziehen!! Des weiteren streicht die FDP heraus, daß die Bebauung reduziert wird. Bei genauem Vergleich des im Sommer 2005 offengelegtem Bebauungsplan und der nun zur Diskussion stehenden Variante stellt sich aber heraus, daß die Eigentümer der Grundstücke Augustastrasse 14 und 16 anstatt I- geschossig mit Pultdach nunmehr II- geschossig mit Pultdach bauen dürfen. Bekannter Maßen bedeutet eine Bebauung mit Pultdach ein weiteres Geschoß mit einer verminderten Geschoßfläche, so daß die Gebäude effektiv nach dem neuen Entwurf III- geschossig gebaut werden können. Auch erhöht sich hier die Firsthöhe von 56,00 Meter auf 58,60 Meter! Eine geringfügige Reduktion, wie in der Sitzungsvorlage des Rates vom 14.12.2005 (SV 61/066, Seite 24) für die Privatgrundstücke der Augustastrasse ausgeführt, ist hier nicht umgesetzt, sondern genau das Gegenteil! Meiner Familie und mir liegt sehr viel an Hilden und der Erhaltung historischer Gebäude und Grünflächen. Es kann unserer Meinung nach nicht, wie in den letzten Jahren geschehen, jedes freie Gelände maximal bebaut werden. Hilden zählt bereits zu einer der am dichtesten besiedelten Städte in gesamt Deutschland um so wichtiger ist der Erhalt von Grünflächen! Unter anderem aus diesem Grund haben mein Vater und ich vor kurzem das Gelände Düsseldorfer Strasse 101 (“rotes Häuschen”) von der Erbengemeinschaft Dr. Wiederholt gekauft. Auf diesem Wege verhindern wir eine massive Bebauung des Grundstückes, wie es von Investoren bereits geplant war. Wir werden nicht nur versuchen die parkähnliche Gartenanlage, sonder auch das Wohnhaus zweier Hildener Ehrenbürger zu erhalten. Ein so für Hilden traditionsreicher Ort darf nicht “zubetoniert” werden! Konkrete Vorstellungen,, wie das Gelände gestaltet werden soll, liegen noch nicht vor wir können Ihnen aber versichern, daß die spätere Nutzung den Geist der früheren Bewohner dieses Hauses widerspiegelt.

Lokale Presse zum Thema Hintergelände Altes Helmholtz

WZ vom 16.12.2005 : In der Ratssitzung rauchten die Köpfe Mehr als 40 Beschlussvorlagen lagen auf dem Tisch. Besonders brisant waren ein Bebauungsplan und die Geldforderung der Landesbank Baden-Württemberg. Von Martin Gehr Hilden. Die vorweihnachtliche Sitzung des Rates begann ungewohnt karnevalistisch…Danach war Schluss mit lustig. Rund 40 Beschlüsse standen dem Rat bevor, von denen der brisanteste die Abstimmung zum Bebauungsplan für den Bereich Gerresheimer Straße/ Augustastraße/ Hoffeld Straße war. Nach mehrfachen Debatten im Stadtentwicklungsausschuss landete der Plan nun erneut im Rat. SPD, FDP und DUH sprachen sich für CDU und Grüne gegen den Plan aus, die Bürger Aktion war zwiegespalten. In geheimer Abstimmung kam eine knappe Entscheidung für die Variante zustande, die nunmehr eine geringere Bebauung vorsieht. Nun soll nur etwa die Hälfte der Fläche versiegelt und dabei die Bebauung auf einen geschlossenen Baukörper reduziert werden. Der Plan wird nun im Rathaus offengelegt und geht danach mit den zu erwartenden Anregungen der Bürger zurück in den Stadtentwicklungsausschuss. Für weiteres Aufsehen sorgte das laufende Klageverfahren der Stadt Hilden gegen die Landesbank Baden-Württemberg. 1987 wollte die Stadt über den Finanzmakler Koch zwei Kredite über insgesamt 5,8 Millionen Mark aufnehmen. Die Bank zahlte, um dann festzustellen, dass die Stadt einen solchen Kredit nicht aufnehmen kann. Nun muss die Stadt das unrechtmäßig erhaltene Geld plus Zinsen und Gerichtskosten zurückzahlen – insgesamt rund vier Millionen Euro. Gestern kam das Urteil des Oberlandesgerichts, das die Stadt zur Zahlung verpflichtet. Der Rat beschloss für diesen Fall einstimmig, dass diese Summe im Haushalt als außerplanmäßige Ausgabe zur Verfügung steht. Einen Teil des Geldes will die Stadt von der Hypovereinsbank München zurückfordern, die von Koch die “Schuldscheine” übernommen und deshalb Geld aus Hilden erhallen hatte.

Lokale Presse zum Thema Hintergelände Altes Helmholtz

RP vom 15.12.2005 : Ganz neue Aussichten Mehrheit für abgespeckte Bebauung des Geländes hinter dem Weiterbildungszentrum gestern Abend bei geheimer Abstimmung im Rat. Neue verkürzte Offenlage beschlossen. VON CHRISTOPH SCHMIDT HIIDEN Das politische Tauziehen um die Bebauung des Bereichs Gerres-heimer- / Augusta – / Hoffeldstraße geht weiter. Auf Antrag der SPD wurde gestern Abend geheim über die erneute Offenlage der abgespeckten Pläne abgestimmt, die die FDP mit allen Beteiligten abgestimmt hatte. Das Ergebnis: 25 Ja-Stimmen. 21 Stadtverordnete Stimmten mit Nein. SPD, Unabhängige und FDP hatten sich zuvor für eine erneute Offenlage ausgesprochen. Sie bringen es zusammen auf 21 Stimmen. Grüne und Bürgeraktion sprachen sich eindeutig gegen die Bebauung aus. Somit müssen auch CDU-Ratsmitglieder für die erneute Offenlage gestimmt haben. Weniger Wohnungen geplant Anfang September hatte die CDU-Fraktion die Hinterland-Bebauung quasi im letzten Moment überraschend abgelehnt. Als Grund führte die stärkste Fraktion die Einwände und Bedenken von Anwohnern an. Die politische Kehrtwende schlug wie eine Bombe ein und sorgte bei SPD und FDP für Empörung. CDU-Fraktionsvorsitzende Angelika Urban lehnte es gestern vor der Abstimmung ab, die Position ihrer Fraktion zu begründen: “Erst wenn die Vorlage abgelehnt ist, werden wir über das weitere Vorgehen entscheiden.” Darüber empörte sich Udo Weinrich (Bürgeraktion Hilden), Die CDU müsse Farbe bekennen. Die BA beantragte, den Flächennutzungsplan zu ändern und das Gelände als Grünfläche auszuweisen. Wenn die CDU diesem Antrag nicht zustimme, könne sich nicht erwarten, dass die Bürgeraktion sie unterstütze und die “Katze im Sack” kaufe, zürnte Weinrich. Nach einer Sitzungsunterbrechung stellte Bürgermeister Günter Scheib fest: Der BA-Antrag auf Flächennutzungsplan – Änderung stehe nicht in Zusammenhang mit dem vorliegenden Bebauungsplan und könne deshalb nicht abgestimmt werden. Die geänderten Pläne sehen weniger Wohnungen vor. Der Investor habe auf zehn Einheiten verzichtet, so Rudolf Joseph (FDP). Die Zahl der Stellplätze in einer Tiefgarage wurde erhöht und die Höhe der Gebäude auf den Privatgrundstücken an der Augustastraße reduziert. Ganz wichtig in dem politischen Hin und Her: Noch ist nicht die Bebauung des Hintergeländes, sondern nur die auf zwei Wochen verkürzten Offenlage der veränderten Pläne beschlossen worden. Jetzt haben zunächst wieder die Bürger das Wort. Erst dann kann ein Satzungsbeschluss gefasst werden. Wer weiß, wie die politischen Mehrheiten im Rat bis dahin wieder sind.

Lokale Presse zum Thema Hintergelände Altes Helmholtz

NRZ 15.12.2005 : Neue Variante findet Mehrheit STADTRAT / Bebauungsplan für das Areal hinter dem Alten Helmholtz wird erneut ausgelegt. HILDEN. Viel Wirbel und hitzige Diskussionen gibt es seit Monaten um die Bebauung des Geländes hinter dem Alten Helmholtz. Vor allem, weil die CDU seit September den anfänglichen Plänen den Rücken gekehrt hat und seitdem den Bebauungsplan konsequent ablehnt. Daran hatte sich auch gestern Abend nichts geändert, als in der letzten Ratssitzung dieses Jahres eine abgespeckte Version der Hinterlandbebauung zur Debatte stand. “Wir haben keinen Grund unsere Haltung zu ändern”, beließ es die CDU – Fraktions Vorsitzende Angelika Urban bei einer kurzen Begründung. Das rief bei den anderen Fraktionen erneut Unverständnis hervor. “Erst feiern Sie die Bebauung als würde in Hilden das World-Trade-Center gebaut und dann wollen Sie den Bürgern nicht sagen, wo die Reise jetzt hingehen soll”, beklagte sich Udo Weinrich (Bürgeraktion) in Richtung CDU. Horst Welke (FDP) heizte die Spekulationen an, dass die Christdemokraten plötzlich wieder den Plänen eines Investors aus den Anfangszeiten der Diskussion folgen könnten, nachdem auf dem Gelände erst für 20 Jahre ein Park entstehen und dann gebaut werden soll. In geheimer Abstimmung fand die kleinere Lösung der Hinterlandbebauung dann aber doch überraschend eine Mehrheit. Damit wird der neue Entwurf mit weniger Bebauung vom 9. bis 23. Januar erneut öffentlich ausgelegt. Zur den Änderungen der Pläne können die Bürger dann Stellung nehmen. Ob aber jetzt gebaut wird oder nicht, steht immer noch nicht fest. Denn nach der Offenlage muss der Stadtrat erneut zustimmen, (ib)

Auf die Plätze, fertig, los

Bleistift gespitzt, PC überprüft, Fax funktioniert? Ok – dann kann es losgehen. Erneute, aber verkürzte Offenlage für Bebauungsplan 236 (Gerresheimer/Augusta/Hoffeldstraße) vom 09.-23.Januar 2006. Angeblich wollte die Mehrheit bestehend aus BA , CDU und Grünen den Bebauungsplan 236 dem Reißwolf anvertrauen. Aber im Dunkeln ist gut munkeln und wer warum in geheimer Abstimmung zum Abweichler wurde, darüber kann jetzt spekuliert werden. Jedenfalls ermöglichte die, diesmal von der SPD beantragte, geheime Abstimmung 24 Anwesenden anders zu votieren, als sie öffentlich bekunden. Da kann der Frust bei der BA über den nicht zulässigen Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans die Abstimmung beeinflusst haben. Auch der unverhohlene Argwohn kann Ausschlag gebend gewesen sein. Es mag auch in der CDU noch Gestrige geben, die immer noch der Bauwut im Geheimen frönen. Wer extra Kranke zur Abstimmung ankarren läßt, ist da viel weniger verdächtig. Schade, wir können leider nur spekulieren und werden die Wahrheit nicht erfahren. Tatsache ist aber, dass diese Abweichler die Politikverdrossenheit der Bürger nicht bekämpft haben! Es war greifbar nahe, dass Bürger glauben konnten, ihre Einwendungen würden von einer Mehrheit ernst genommen. Diese Hoffnung wurde bitter enttäuscht. Für Alle, die keine Lust haben unser Türchen im Adventskalender für den 15.12. zu suchen und zu öffnen kommt hier der Text: Lunchpaket und Getränke waren angebracht und die Wette um die geheime Abstimmung haben wir ganz locker gewonnen. Hintergelände Altes Helmholtz geht in die neue und verkürzte Offenlage. Heute hätte es rein rechnerisch genau gepasst, den B-Plan 236 in den Reißwolf zu schicken! CDU 17 , BA 4 und B90/Grüne 3 Stimmen = 24 Stimmen dUH, FDP und SPD = 22 Stimmen Die Grünen hatten für diesen TOP Frau Reitz (krank) aktiviert. Trotzdem wird mit 25 zu 21 Stimmen die erneute, verkürzte Offenlage des abgespeckten Bebauungsplans beschlossen. Die SPD hat geheime Abstimmung beantragt, die BA beantragte eine Änderung des Flächennutzungsplans. Der Antrag war im Zusammenhang mit dem TOP nicht zulässig und somit nicht zu behandeln. Es darf jetzt gemutmaßt werden wo die 3 Stimmen für den Reißwolf abgeblieben sind. In geheimer Abstimmung schaut keiner zu, da gibt es keine Öffentlichkeit, die dann anprangern kann. Aber mal ganz ehrlich: bei soviel Wirbel um die Kehrtwende sind der CDU keine 3 Abweichler zuzutrauen…

Sitzung von Rat und dem Ausschuss für Stadtentwicklung am 14.12.05

Planen Sie großzügig und bringen Sie am besten ein Lunchpaket und ausreichend Getränke mit – es kann länger dauern… Die Ratssitzung am 14.12.2005 ab 17:00 Uhr und dazwischen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses ab ca. 18:00 Uhr. Themen u.A.: Verfahren Stadt Hilden/ Hypobank München (“Finanzaffäre Koch”), Turnhalle Hoffeldstraße und Gebührenentscheidungen. Satzungsbeschluss zu B-Plan 245 (Meidepark) mit verringerten Höhen und einigen zusätzlichen Parkplätzen für Haus Witt. Nachverhandeln hat sich also gelohnt. Richtig spannend wird es dann für Satzungsbeschluss zu B-Plan 236 (Hintergelände Altes Helmholtz). Diesmal, wie normal üblich, ohne Interventionsfrist direkt vom Stadtentwicklungsausschuss in den Rat. Jede Wette: es wird geheime Abstimmung beantragt und dann sind wir sehr gespannt auf den Ausgang. Stehen bei BA, CDU und Grüne auch in geheimer Abstimmung alle zu den öffentlich gemachten Äußerungen? Wir werden berichten. Nicht auf der Tagesordnung: der Bahnhof! Dafür dabei die Entscheidung für/gegen großflächigen Vollversorger im Westen (Düsseldorfer/Forst-/Niedenstraße). Für diesen TOP wird die Sondersitzung des Stadtentwicklungsausschusses dazwischen geschoben.

Fledermäuse im Weg

Seltene Fledermäuse haben die Verlängerung der Landebahn für den Super-Airbus A380 in Hamburg-Finkenwerder gestoppt. Das Hamburger Oberverwaltungsgericht gab zwei Naturschutzverbänden Recht, die gegen den entsprechenden Planfeststellungsbeschluss vom April vergangenen Jahres geklagt hatten (AZ: 2 Bs 2519/04). Das Gericht blockiert damit vorläufig die zur Landebahnverlängerung nötige Abholzung eines Baumbestandes.Baumbestand dient als Sommerquartier Das Gehölz dient Fledermäusen, die nach deutschem und europäischem Recht streng geschützt sind, als Sommerquartier. Die nachtaktiven Tiere nutzten Baumhöhlen und Spalten während des Tages als Verstecke, deren Zerstörung grundsätzlich nicht zulässig sei und “nur unter engen Voraussetzungen gestattet werden” könne, so das Gericht. Landebahn für Frachtversion nötig Im Planfeststellungsverfahren sei allerdings nicht hinreichend geklärt worden, ob diese Voraussetzungen erfüllt seien. Bis heute ist nach Ansicht der Richter zum Beispiel nicht klar, ob die beabsichtigte Start- und Landebahnverlängerung ein Abholzen des Baumbestandes erfordert oder ob es Alternativen für seinen Erhalt gibt. Die seit Jahren umstrittene Landebahnverlängerung wird für die Frachtversion des A 380 nötig. Quelle: http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=21708

“Steriler Platz oder weiter beliebter “Alter Markt” ?

Bäume gehören zu jedem Kirchplatz und auch an der ehrwürdigen Reformationskirche verbinden zwei Linden diesen mit dem “Alten Markt”. Warum die Reformationskirche von den Linden “freigestellt” werden soll, das konnte der Planer nicht begründen und die evangelische Kirche wird sich dem hoffentlich auch zukünftig nicht beugen. Die Linde ist seit jeher ein Symbol für Gemeinschaft, für Dauerhaftigkeit und Beständigkeit. Auch galt sie als der heilige Baum der Göttin Freija , die zuständig war für Schönheit und Liebe, für Ehe und Familie , für Glück und Zufriedenheit, für Fruchtbarkeit und Frühlings-erwachen. Als Dorflinde ist sie zum Mittelpunkt des gemeinschaftlichen dörflichen Lebens geworden. Der Platz unter der Linde war Ort für Trauungen, Versammlungen und Feste aller Art. Wie könnte mitten in Hilden der “Alte Markt” als neu gestalteter Mittelpunkt entstehen, dem zuvor solch wichtige, symbolträchtige Bäume geopfert würden. Ein gutes – Tradition und Moderne verbindendes Konzept – muss den Versuch machen, Beides einzubinden. Das hat der Planer mit einem zweiten Vorschlag – der kleinen Lösung – auch gemacht!” Dieter Donner Für die Ortsgruppe des BUND