Monatliches Archiv:Juni 2005

Mein Freund, der Baum…

Auch die Bezirksregierung Düsseldorf teilt in Ihrer Pressemitteilung vom 28.06.2005 mit: &quot Auf dem Wiederhold-Grundstück darf gebaut werden – Einigung zwischen der Erbengemeinschaft, der Stadt Hilden und der Bezirksregierung&quot . Tatsächlich ist dies eine Meldung, die eine Gänsehaut auslöst.&nbsp Kennen Sie den Anblick, wenn man von Benrath kommend, bei 3M vorbei auf Hildens City zusteuert? Rechter Hand steht, unübersehbar und alles überragend, die Blutbuche bei &quot Us-Ellens&quot -Häuschen. Achten Sie doch mal auf diese Blätterpracht! Im weiten Umfeld gibt es nichts Vergleichbares. Wenn dieser Baum nicht schützenswert ist, was soll dann noch geschützt werden?? Zitat: &quot Der Verlust der ortsbildprägenden Buche wird zwar bedauert, aber andererseits waren baurechtliche Belange der Eigentümerin und die Planungshoheit der Stadt Hilden zu berücksichtigen.&quot Brrr, schauder… Fragen wir Alexandra, die 1969 mit dem Auto tödlich verunglückte. Auch Ihre Antwort sollte eine Gänsehaut auslösen… &quot Ich wollt dich längst schon wiedersehn, mein alter Freund aus Kindertagen, ich hatte manches dir zu sagen, und wußte, du wirst mich verstehen.&nbsp Als kleines Mädchen kam ich schon&nbsp zu dir mit all den Kindersorgen.&nbsp Ich fühlte mich bei dir geborgen,&nbsp und aller Kummer flog davon.&nbsp Hab ich in deinem Arm geweint,&nbsp strichst du mit deinen grünen Blättern&nbsp mir übers Haar, mein alter Freund.&nbsp Mein Freund der Baum ist tot,&nbsp er fiel im frühen Morgenrot.&nbsp Du fielst heut früh, ich kam zu spät,&nbsp du wirst dich nie im Wind mehr wiegen,&nbsp du mußt gefällt am Wege liegen,&nbsp und mancher, der vorüber geht,&nbsp der achtet nicht den Rest von Leben&nbsp und reißt an Deinen grünen Zweigen,&nbsp die sterbend sich zur Erde neigen.&nbsp Wer wird mir nun die Ruhe geben,&nbsp die ich in Deinem Schatten fand?&nbsp Mein bester Freund ist mir verloren,&nbsp der mit der Kindheit mich verband.&nbsp Mein Freund der Baum ist tot …&nbsp Bald wächst ein Haus aus Glas und Stein,&nbsp dort wo man ihn hat abgeschlagen,&nbsp bald werden graue Mauern ragen,&nbsp dort wo er liegt im Sonnenschein.&nbsp Vielleicht wird es ein Wunder geben,&nbsp ich werde heimlich darauf warten,&nbsp vielleicht blüht vor dem Haus ein Garten,&nbsp und er erwacht zu neuem Leben.&nbsp Doch ist er dann noch schwach und klein,&nbsp und wenn auch viele Jahre gehen,&nbsp er wird niemehr derselbe sein.&nbsp Mein Freund der Baum…&quot

Hickhack um die rote Villa

NRZ vom 29.06.2005 RÜCKZIEHER / Das Recht ist auf der Seite der Erben, die auf dem Grundstück betreute Wohnungen bauen wollen. Die Bezirksregierung muss einlenken und reicht den Schwarzen Peter weiter. HILDEN. Nun wird sie doch fallen, die “rote Villa” und mit ihr die rund 150 Jahre alte Blutbuche, die das Gebäude an der östlichen Seite flankiert. Die Bezirksregierung, die das Grundstück im Februar 2004 auf Antrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unter Schutz stellte, hat die erlassene “einstweilige Sicherstellung” jetzt aufgehoben. Zu “günstig” sei die Rechtsposition der Wiederhold-Erben als Grundstückseigentümer, musste Heinrich Hansmann im Namen der Bezirksregierung gegenüber dem BUND schon im Dezember 2004 einräumen. Er sehe, so Hansmann, “ohne entschädigungspflichtig zu werden, keine Möglichkeit, eine dauernde Unterschutzstellung auszusprechen. Die günstige Rechtsposition der Eigentümer bestand und besteht im wesentlichen darin, dass deren Anwälte auf das von Anfang an unstrittige Baurecht pochen. Die Wiederhold-Erben wollen auf dem Grundstück Düsseldorfer Straße 101 in dreigeschossiger Bauweise etwa 24 Wohnungen für betreutes Wohnen errichten, dabei das Grundstück bis zu einer Tiefe von 35 Metern nutzen. Die Buche ist bei diesem Projekt nicht zu halten. Das liege daran, dass Hilden weder über eine Baumschutzsatzung verfüge, noch der Kreis Mettmann als Untere Landschaftsbehörde bisher eine “odnungsbehördliche Verordnung zur Ausweisung von Naturdenkmalen im Innenbereich” zustande gebracht habe, reicht Ulrich Schiefelbein, Presesprecher der Bezirksregierung, den Schwarzen Peter weiter. Nach einem Gespräch, zu dem die Behörde im Dezember die Grundstücksbesitzer, die Stadt Hilden und den Kreis Mettmann an einen Tisch gebeten hatte, schlossen Stadt und Wiederhold-Erben im März dieses Jahres eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung. Die Erben sicherten darin den Erhalt des Parks im hinteren Grundstücksteil zu. Das einzig Neue an diesem Kompromiss war seine Verbindlichkeit, inhaltlich entspricht er dem, worauf sich Stadt und Erben bereits früher geeinigt hatten. Der BUND blieb bei dem entscheidenden Gespräch außen vor, “weil er nicht zu den unmittelbar betroffenen Parteien gehörte”, so Schiefelbein. Das sieht die Organisation ganz anders. “Die Vereinbarung ist ohne unsere Beteiligung entstanden, obwohl die Bezirksregierung zugesagt hatte, eine Einigung aller Hauptakteure herbeizuführen. Wir hätten bei dem Gespräch im Dezember dabei sein müssen”, betont Claudia Roth. Ginge es nach ihr, dann bestimmte in diesem Fall die alte Buche die Baugrenze. “Der Baum hat schließlich die älteren Rechte.” 28.06.2005 SIMONE KOPS

Schutz gekippt

NRZ vom 28.06.2005 HILDEN. Das Grundstück der “Roten Villa” in der Düsseldorfer Straße, einst Wohnsitz der ehemaligen Bürgermeisterin Ellen Wiederhold, darf nun doch teilweise bebaut werden. Auf Betreiben des BUND stellte die Bezirksregierung Düsseldorf das Grundstück seinerzeit unter Schutz, hat diesen Schutz jetzt aber aufgehoben. Das bestätigte Ulrich Schiefelbein, Pressesprecher der Bezirksregierung, gestern auf Anfrage der NRZ. Mit den Wiederhold-Erben hatte die Stadt vereinbart, den Park samt Baumbestand im hinteren Grundstücksteil zu erhalten und es nur zur Straße hin zu bebauen. Dabei wäre aber eine Buche gefallen. Das rief den BUND auf den Plan, der bei der Bezirksregierung überraschend den Schutz des gesamten Grundstücks erwirkte. Nun ist die Behörde nach NRZ-Informationen weitgehend zu eben jenem Kompromiss zurückgekehrt, den die Stadt Hilden ehedem mit den Wiederhold-Erben gefunden hatte. (Ko.)

Pressemitteilung B90/Grüne:Planung geht an den Bürgerinnen und Bürgern vorbei!

Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 22.06. mehrheitlich beschlos-sen, den Alten Markt nunmehr im Zusammenhang mit einem neuen Licht- und City-Konzept für die Innenstadt umzugestalten. Die Planung soll das Büro “licht-, raum-, stadtplanung” aus Wuppertal übernehmen. Für die Neuplanung des Alten Marktes wurden 35.000 € bereitgestellt. Die Baukosten werden bisher auf 0,83 Mio. € geschätzt. Die Neugestaltung des Platzes soll auf der Grundlage der Pläne aus dem Jahr 2003 erfolgen. Die Stufen werden entfernt. Damit entsteht eine gemeinsame Fläche von Mittelstraße und Altem Mark. “Wir GRÜNEN halten an unserer Position fest, die von vielen Bürgerinnen und Bürgern geteilt wird. Wir wollen den Platz kurzfristig entrümpeln, ihn unter Verwendung der alten oder ähnlicher Steine neu pflastern lassen, mehr öffentliche Sitzgelegenheiten bereitstel-len und den alten Baumbestand erhalten. Die Hildener Bürgerinnen und Bürger lieben ihren Marktplatz so wie er ist. Die geplante Umgestaltung schießt weit über das Ziel hinaus”, sagt die Fraktionsvorsitzende Susanne Vogel. Außerdem werden die hohen Kosten dazu führen, dass – ähnlich wie beim Bahnhof – viel geredet aber nichts umgesetzt wird.”

Nicht vergessen: Annahmeschluss für Einwendungen 24.06.2005

Noch bis zum 24.06.2005 können Sie ihre Einwendungen gegen den Bebauungsplan 236 (Gerresheimer Strasse/Augustastrasse/Hoffeldstrasse) vorbringen. Vom 23.05.2005 bis einschließlich 24.06.2005 liegt der Bebauungsplan Nr. 236 für den Bereich Gerresheimer Straße / Augustastraße / Hoffeldstraße mit Begründung, Landschaftspflegerischem Fachbeitrag, Lärmgutachten und Hydrogeologischer Untersuchung im Verwaltungsgebäude Am Rathaus 1 im Planungs- und Vermessungsamt, 4. Etage, Zimmer 440, während der Dienststunden öffentlich aus. Dort können Sie auch ihre Einwendungen direkt zu Protokoll geben, oder Sie senden ihre schriftlichen Anregungungen an obige Adresse. Auch Fax ist möglich, Email ohne Signatur wird nicht anerkannt. Sollten Sie vorab Informationen via Internet suchen hier Tipps dazu: Unter www.hilden.de müssen Sie müssen Sie suchen!! Suchbegriff: Offenlage Und dann nicht aufgeben – die Ausgabe ist ohne jede Ordnung und irgendwo dazwischen finden Sie: Offenlage des Bebauungsplanes Nr. 236

Pressemitteilung des BUND: Fahrradklima ist machbar!

Von April bis Ende Juni 2005 wird der Fahrradklimatest von ADFC und BUND bundesweit durchgeführt. Mit Hilfe von Fragebögen zu den Aspekten – macht Fahrradfahren hier Spaß? – ist Fahrradfahren hier sicher? – ist Fahrradfahren hier bequem? soll herausgefunden werden, in welchem Ort in Deutschland das beste Fahrradklima herrscht. Diese Fragebögen liegen jetzt in der Stadt-Bücherei Hilden aus und sollten nach dem Ausfüllen – dies dauert nur ein viertel Stündchen – bis Samstag, den 25. Juni 2005 in den Briefkasten des BUND im BUND-Zentrum, Kirchhofstraße 28 eingeworfen werden. Damit sparen die Teilnehmer den Versand und das Porto wir verschicken die gesammelten Fragebögen an den für die Auswertung zuständigen ADFC-Kreisverband in Stuttgart. Also machen Sie mit, Ihre Meinung ist gefragt !

Keine Sorge – MUT ist noch aktiv!

Manchmal hat auch bei uns das Private Vorrang.Wenn der Handwerker nicht spurt, das Auto im Neandertal zu Schrott wird und die gegnerische Versicherung nicht “in die Pötte” kommt, dann muss auch das Gesprächsprotokoll schon mal warten. Hier ist das Protokoll der Diskussionsrunde vom 28.04.2005 “Es lebe der Bahnhof”. Außerdem bereit gestellt: die MUTige Power-Point-Präsentation. Wer kein DSL zur Verfügung hat, muss viel Geduld aufbringen – die Datei hat über 1 MB…