Schlagwort-Archiv:Kahlschlag

Hilden – von Bäumen, Bauwut und Mangel (8)

Der große Wurf der Zusammenhänge will einfach nicht gelingen – also machen wir es scheibchenweise…

 Folge  8 – Bebauungsplan 32 B – Beethovenstraße

Keiner (auch wir nicht)  hat wirklich registriert, was da passieren wird. Es war ja auch zu verlockend dargestellt: Hochhaus Beethovenstraße ist ein Auslaufmodell und könnte abgerissen/abgetragen werden, für die Räume der Ex-Sparkassenfiliale wird Rotlicht- und Glückspiel-Nutzung ausgeschlossen…

Wer hätte da noch Einwendungen?

Der Bebauungsplan wurde im Jahr 2015 einstimmig von allen im Rat vertretenen Parteien beschlossen.

Jetzt können wir feststellen, was damit angerichtet wurde:

  • Ein funktionierendes Nahversorgungszentrum ist abgerissen –  zu welchem Mietpreisen für potentielle Nutzer ein Neues entsteht weiß keiner…
  • Die preiswerten Wohnungen sind weg – zu welchem Preis neue Wohnungen entstehen steht in den Sternen. Absichtserklärungen helfen da nicht weiter…
  • Die  Sozialstruktur liegt in Trümmer – wird dort eine neue Sozialstruktur entstehen können – auch für die Bewohner des Hochhauses? Wir zweifeln daran…
  • Der gesamte Komplex ist bereits weiter verkauft – Verkäufe an Investoren lassen die Mietpreise steigen – immer oder zumindest fast immer….

Mehrfach haben wir hierüber berichtet –  hier kommen Links zu unseren alten Beiträgen:

Beitrag vom 12.05.2017

Beitrag vom 12.08.2017

Beitrag vom 15.04.2018

Beitrag vom 07.10.2018

 

 

 

 

Hilden – von Bäumen, Bauwut und Mangel (5)

Der große Wurf der Zusammenhänge will einfach nicht gelingen – also machen wir es scheibchenweise…

Folge 5  – Hitzeinseln belasten in Hilden 38000 Menschen

Hier der Link zur Klimaanalyse Nordrhein-Westfalen Hitzebelastung der Bevölkerung – LANUV-Info 41

Einige wichtige Zitate daraus:

Vor allem in dicht bebauten innerstädtischen Quartieren können sich bei sommerlichen Hochdruckwetterlagen sogenannte „Wärmeinseln“ bilden. Durch einen verringerten Luftaustausch, Wärmespeicherung von Gebäuden und Straßen sowie die Freisetzung von Wärme durch Industrie und Verkehr kann hier die Temperatur um bis zu zehn Grad Celsius höher sein als im Umland. Gerade im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen ist es daher eine wichtige Aufgabe, einer übermäßigen Hitzebelastung der Bevölkerung entgegen zu wirken.

Wer die Grün-und Freiflächen vernichtet hat das Nachsehen Weiterlesen →

Hilden – von Bäumen, Bauwut und Mangel (2)

Der große Wurf der Zusammenhänge will einfach nicht gelingen – also machen wir es scheibchenweise…

Folge 2  – Mangel an bezahlbaren Wohnungen:  Die Ursachen in Hilden (soweit uns bekannt)

Städte – natürlich auch Hilden –  haben Kasse gemacht und verscherbelt. Hilden hat z.B. 1995 Aktien verkauft und damit implizit  300 Sozialwohnungen.

Die rosa-grüne Ratsmehrheit hatte die HABG-Aktien und damit Wohnungen unter grober Missachtung grundlegender kaufmännischer Prinzipien verkauft:

Die Stadt hatte nur mit einem Interessenten verhandelt und dem Verkauf hatte kein Wertgutachten zugrunde gelegen. Darüber hinaus soll Sitzungsvorlage auch hatte zwei Rechenfehler enthalten haben.

Die Alternative wäre gewesen, den Stadtdirektor zu beauftragen, für die Stadt oder stadtnahe Dritte Aktien der HABG aufzukaufen, um die Stadt in den Besitz von 50,1% des Aktienkapitals zu bringen.

Mehr Infos unter diesem Link

Zwischen 2002 und 2012, unter der SPD-geführten Stadtverwaltung, ist die Zahl der Sozialwohnungen von 2.911 auf nur noch 1.511 Wohnungen gesunken.

Am Mischpult saßen und sitzen Sozialdemokraten, die den Verlust von 1.400 öffentlich geförderten Wohnungen jahrelang tatenlos hingenommen hatten. Auch und gerade als Aufsichtsratsvorsitzende der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Hilden.

Weitere städtische Grundstücke wurden in der Folgezeit immer wieder besonders gerne wegen des größeren Profits an Investoren verkauft, die dort dann natürlich keine bezahlbaren Wohnungen erstellen.

Dieselben Leute beklagen heute den selbst verschuldeten Mangel und wollen um jeden Preis – auch um den eines Spielplatzes – jeden Grashalm zupflastern und preiswerten Wohnraum schaffen.

Für wie lange??? Danach widerholt sich die Geschichte…

BUND Hilden chartert Bus zur Demo Hambacher Forst

Der BUND  möchte auch aus Hilden die Möglichkeit bieten, sich für den Erhalt des schutzwürdigen Hambacher Forst einzusetzen und die unsinnige Abholzung durch den CO2-Giganten RWE möglichst doch noch zu stoppen.

Abfahrt: Hilden – Lindenplatz – 06.10.18 10:00 Uhr – Rückfahrt: ca. 18:00 Uhr – Kosten:  12.- €

Anmeldung: bitte per E-Mail an dietersdonner@arcor.de

Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Eine Rückmeldung über die Reservierung erfolgt ebenfalls per E-Mail.

PM BUND NRW: Rodung des Hambacher Waldes –

RWE hat nicht das Recht auf seiner Seite – Rodungen im Zuge der aktuellen Räumung finden auch außerhalb des für den Tagebau genehmigten Rodungsbereiches statt

Düsseldorf, 14.09.2018 | Das aktuelle Vorgehen von RWE am Hambacher Wald verschärft den politischen Konflikt und eskaliert die Lage vor Ort. Dazu erklärt der Vorsitzende des BUND Landesverbands NRW Holger Sticht: „RWE handelt nicht nur gesellschaftlich unverantwortlich, sondern will eine klar rechtswidrige Rodung des Hambacher Waldes betrieben. Grundsätzlich gilt, dass RWE bis heute keine bestandskräftige Genehmigung für die Rodung des Hambacher Waldes hat. Der Konzern darf auch nicht ab 1. Oktober roden. Ein Grund ist die anhängige Klage des BUND.“ Wegen dieser Klage hatte sich der Konzern nach gerichtlicher Aufforderung verpflichtet, bis Mitte Oktober Rodungen zu unterlassen. Sticht weiter: „In Wahrheit wird schon bei der jetzigen Räumung gerodet. RWE unterstützt aktiv diese Fäll- und Räumarbeiten im Wald mit schwerem Gerät und Personal. Wir fordern RWE und die zuständigen Behörden auf, diese drastischen Eingriffe sofort einzustellen. Das ist nicht nur politisch geboten, es ist auch rechtlich erforderlich.“ Weiterlesen →

Hilden Heinrich-Heine-Straße: Abholzen alternativlos?

Vorbei mit Emissionsschutz. Endlich können Lärm und Feinstaub ungefiltert die Wohnhäuser erreichen: 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Laut Auskunft  vom Grünflächenamt wurde die Rodung auf der öffentlichen Fläche, die sich in städtischem Besitz befindet aus mehreren Gründen veranlasst:

  1. Astbruch der wild gewachsenen Bäume und Beschwerden der davon direkt betroffenen Anwohner (Verkehrssicherungspflicht)
  2. Pflegeproblem  – es steht zu vermuten, dass es kein Pflegeproblem sondern ein Kostenproblem ist…
  3. Vermüllung der Fläche durch wilde Deponie

Die Fläche soll jetzt an Anwohner verpachtet werden und ggf. soll  zusätzlich eine Obstwiese entstehen. Immerhin ist zur Zeit jedenfalls eine Verpachtung an die angrenzenden Kleingärtner und/oder eine Bebauung noch nicht  geplant !