Schlagwort-Archiv:Bäume

Hilden – von Bäumen, Bauwut und Mangel (7)

Der große Wurf der Zusammenhänge will einfach nicht gelingen – also machen wir es scheibchenweise…

Folge 7 – Bauen ohne Ende

Zu der dichtest besiedelten kreisangehörigen Stadt in NRW passt auch die Auswertung der IT-NRW-Statistik durch die LBS:

Zitat: Mit 3,7 neuen Wohnungen pro 1000 Einwohnern liegt die Bauintensität in Hilden deutlich über dem Durchschnitt der Region Bergisches Land, meldet die LBS. Der Wert beträgt hier 1,7 Wohnungen pro 1000 Einwohner. 

Unsere Information stammt aus der RP und konnte leider nicht durch eigene Recherchen in IT-NRW Dokumenten verifiziert werden  – hier der Link zum RP-Artikel:

RP 10.10.18: In Hilden wird relativ viel gebaut

Zitate aus dem Artikel:

 „In den Städten ist der Neubau durch den Baulandmangel besonders schwierig – dennoch dürfen wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen“, fordert Poschen.

Bei einer LBS-Gebietsleiterin können wir diese Ansicht fast noch verstehen – schließlich geht es um ihre Firma, die dabei sicher gut verdient…

Nur so könne das Wohnen auf Dauer für alle bezahlbar bleiben.

Irrtum – wohnen kann auch bezahlbar bleiben, wenn

  •  Städte vorhandene städtisches Baugrundstücke selbst bebauen oder nur an die verkaufen, die dauerhaft preiswerte Wohnungen erstellen
  • und keinesfalls  preiswerte Wohnungen  aus dem Besitz von Kommunen, Land und Bund  an Investoren und Spekulanten verkauft werden.

Übrigens: Grund und Boden ist nicht vermehrbar…

 

 

Hilden – von Bäumen, Bauwut und Mangel (5)

Der große Wurf der Zusammenhänge will einfach nicht gelingen – also machen wir es scheibchenweise…

Folge 5  – Hitzeinseln belasten in Hilden 38000 Menschen

Hier der Link zur Klimaanalyse Nordrhein-Westfalen Hitzebelastung der Bevölkerung – LANUV-Info 41

Einige wichtige Zitate daraus:

Vor allem in dicht bebauten innerstädtischen Quartieren können sich bei sommerlichen Hochdruckwetterlagen sogenannte „Wärmeinseln“ bilden. Durch einen verringerten Luftaustausch, Wärmespeicherung von Gebäuden und Straßen sowie die Freisetzung von Wärme durch Industrie und Verkehr kann hier die Temperatur um bis zu zehn Grad Celsius höher sein als im Umland. Gerade im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen ist es daher eine wichtige Aufgabe, einer übermäßigen Hitzebelastung der Bevölkerung entgegen zu wirken.

Wer die Grün-und Freiflächen vernichtet hat das Nachsehen Weiterlesen →

Hilden – von Bäumen, Bauwut und Mangel (4)

Der große Wurf der Zusammenhänge will einfach nicht gelingen – also machen wir es scheibchenweise…

Folge 4  – Unterschied zwischen Theorie und Praxis

Als dieser Artikel Baurecht bricht Baumrecht in der RP erschien, waren wir sehr erschrocken, glaubten wir doch die gesamte Grünfläche bis zur Beethovenstraße würde abgeholzt.  Die Rücksprache beim Planungsamt hat uns dann einigermaßen beruhigt durch die Aussage, die öffentliche Grünfläche bleibt unangetastet.

Der Blick in die Geodatenbank  hat uns dann auch einen weniger schwerwiegenden Eingriff in den Baumbestand vorgegaukelt.

Da muss doch über Nacht die städtische Grünfläche extrem geschrumpft sein, um diesen heutigen Anblick von der Beethovenstraße aus zu erzeugen (Bilder werden nachgereicht)…

Hat da schon mal jemand von der Verwaltung kontrolliert?

Und weshalb erscheint dies heute als Folge 4 ?

Hier hat die LEG abgeholzt und baut 3 Miethäuser nach §34  (4 bzw. 5 geschossig) – neiiin – natürlich keine preisgünstigen Mietwohnungen. Die LEG muss an ihre Aktionäre denken und an deren Profit…  

Hilden – von Bäumen, Bauwut und Mangel (2)

Der große Wurf der Zusammenhänge will einfach nicht gelingen – also machen wir es scheibchenweise…

Folge 2  – Mangel an bezahlbaren Wohnungen:  Die Ursachen in Hilden (soweit uns bekannt)

Städte – natürlich auch Hilden –  haben Kasse gemacht und verscherbelt. Hilden hat z.B. 1995 Aktien verkauft und damit implizit  300 Sozialwohnungen.

Die rosa-grüne Ratsmehrheit hatte die HABG-Aktien und damit Wohnungen unter grober Missachtung grundlegender kaufmännischer Prinzipien verkauft:

Die Stadt hatte nur mit einem Interessenten verhandelt und dem Verkauf hatte kein Wertgutachten zugrunde gelegen. Darüber hinaus soll Sitzungsvorlage auch hatte zwei Rechenfehler enthalten haben.

Die Alternative wäre gewesen, den Stadtdirektor zu beauftragen, für die Stadt oder stadtnahe Dritte Aktien der HABG aufzukaufen, um die Stadt in den Besitz von 50,1% des Aktienkapitals zu bringen.

Mehr Infos unter diesem Link

Zwischen 2002 und 2012, unter der SPD-geführten Stadtverwaltung, ist die Zahl der Sozialwohnungen von 2.911 auf nur noch 1.511 Wohnungen gesunken.

Am Mischpult saßen und sitzen Sozialdemokraten, die den Verlust von 1.400 öffentlich geförderten Wohnungen jahrelang tatenlos hingenommen hatten. Auch und gerade als Aufsichtsratsvorsitzende der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Hilden.

Weitere städtische Grundstücke wurden in der Folgezeit immer wieder besonders gerne wegen des größeren Profits an Investoren verkauft, die dort dann natürlich keine bezahlbaren Wohnungen erstellen.

Dieselben Leute beklagen heute den selbst verschuldeten Mangel und wollen um jeden Preis – auch um den eines Spielplatzes – jeden Grashalm zupflastern und preiswerten Wohnraum schaffen.

Für wie lange??? Danach widerholt sich die Geschichte…

Hambacher Forst: RWE blockiert Großdemonstration

Wo ist Laschet? Versteckt er sich vor den Bürgern hinter RWE? Hat ja sehr erfolgreich und rechtzeitig vor der Großdemo  für RWE-Mätzchen den Wald räumen lassen. Wer zahlt eigentlich den Polizeieinsatz? Die Bürger haben das so nicht gewollt und werden mal wieder mit ihren Steuergeldern zur Kasse gebeten und RWE macht den Profit.

Das vermeintliche Recht auf Rodung wird mit allen Mitteln durchgesetzt – und wer setzt jetzt mit allen Mitteln das tatsächliche Recht auf Versammlungsfreiheit um?

Großdemonstration am 6. Oktober für den Erhalt des Hambacher Waldes: RWE blockiert Großdemonstration – Behörden müssen Versammlungsfreiheit durchsetzen

Köln/Buir, 03.10.2018 | Der Energiekonzern RWE weigert sich, Flächen für eine Großdemonstration am Hambacher Wald zur Verfügung zu stellen. Damit blockiert der Betreiber des Tagebaus Hambach den bunten und legitimen Protest von mehr als 20.000 Menschen gegen die geplante Zerstörung des Hambacher Walds. Wenige Tage vor der angemeldeten Demonstration am kommenden Samstag, lehnt RWE weiter die Freigabe von Flächen ab, die auch die Polizei als geeignet identifiziert hat. Öffentlich hatte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz friedliche Demonstrationen gegen Kohle, wie sie am Wochenende erwartet werden, bislang gutgeheißen. Weiterlesen →

BUND Hilden chartert Bus zur Demo Hambacher Forst

Der BUND  möchte auch aus Hilden die Möglichkeit bieten, sich für den Erhalt des schutzwürdigen Hambacher Forst einzusetzen und die unsinnige Abholzung durch den CO2-Giganten RWE möglichst doch noch zu stoppen.

Abfahrt: Hilden – Lindenplatz – 06.10.18 10:00 Uhr – Rückfahrt: ca. 18:00 Uhr – Kosten:  12.- €

Anmeldung: bitte per E-Mail an dietersdonner@arcor.de

Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Eine Rückmeldung über die Reservierung erfolgt ebenfalls per E-Mail.

Zurück vom Hambacher Forst nach Hilden

  • Auch in Hilden soll gerodet werden, denn die Bauwut grassiert wieder im Hildener Norden.

Die Fläche, die ab 01.10.2018 gerodet werden soll ist sehr viel kleiner als der Hambacher Forst und die geplante Rodung wird eher wenig beachtet. Man ist halt daran gewöhnt, dass Grün nur stört…

Es wird auch nicht ganz so dramatisch, wie der Bericht der RP befürchten ließ:

RP : Baurecht bricht Baumrecht

Wenn Sie unter folgendem Link nach Händelstraße 18 suchen,  können Sie sehen, wo nach §34 gebaut wird – vorhandene Bäume können Sie nicht sehen :

 Geoportal suche: Händelstraße 18

aber hier sehen sie auch das Grün

Nicht betroffen von der Bauwut ist die Städtische Grünfläche südlich des Baugebiets! 

Hilden – Deine Bäume brauchen Wasser

Wieder lesenswerter Artikel in der RP 01.08.18 : Feuerwehr-Experte: Stadt heizt Problem an

Wenn dem Bauhof die Zusatzaufgabe der flächendeckenden Bewässerung trotz Urlaubszeit ohne weitere Hilfe so gut gelingt dann ist der Bauhof im Normalfall überbesetzt…

Mittlerweile machen wir uns nicht nur Sorgen um die Bäume sondern auch um den Journalisten Peter Clement. Vor kurzem hatten wir bereits einen Maulkorb für ihn befürchtet.

Wer heute den Wochenanzeiger gelesen hat, weiß Bescheid. Hier wird die Meinung der Verwaltungsspitze flächendeckend an alle Haushalte verteilt.  Wäre doch gelacht, wenn Bürgermeisterinnen-Kritiker nicht diskreditiert werden könnten…

Der Flurfunk prophezeit  übrigens bereits den Shitstorm…