Kategorie-Archiv:Bauwut

Hilden – von Bäumen, Bauwut und Mangel (3)

Der große Wurf der Zusammenhänge will einfach nicht gelingen – also machen wir es scheibchenweise…

Folge 3  – LEG = Landes-Entwicklungs-Gesellschaft: Klingt doch nach “öffentlich rechtlich, gemeinnützig, sozial verträglich, Sozialwohnungen”

Weit gefehlt – lange vorbei – Aktiengesellschaft – den Aktionären verpflichtet und nicht dem Gemeinwohl!

Die LEG Immobilien AG ist ein deutsches börsennotiertes Wohnungsunternehmen mit Sitz in Düsseldorf. Das Unternehmen verfügte Ende 2016 über rund 128.000 Mietwohnungen. 1970 als Landesentwicklungsgesellschaft Nordrhein-Westfalen GmbH gegründet, firmierte es nach der Privatisierung 2008 zunächst als LEG NRW GmbH. Seit Februar 2013 ist die LEG Immobilien AG ein börsennotiertes Unternehmen, seit Juni 2013 notieren die Aktien im MDAX.

In den Forbes Global 2000 der weltgrößten börsennotierten Unternehmen belegt die LEG Immobilien AG Platz 1647 (Stand: Geschäftsjahr 2017). Das Unternehmen kam Mitte 2018 auf einen Börsenwert von ca. 7,1 Mrd. US-Dollar.

  Weitere Fakten auf Wikipedia

Hilden – von Bäumen, Bauwut und Mangel (2)

Der große Wurf der Zusammenhänge will einfach nicht gelingen – also machen wir es scheibchenweise…

Folge 2  – Mangel an bezahlbaren Wohnungen:  Die Ursachen in Hilden (soweit uns bekannt)

Städte – natürlich auch Hilden –  haben Kasse gemacht und verscherbelt. Hilden hat z.B. 1995 Aktien verkauft und damit implizit  300 Sozialwohnungen.

Die rosa-grüne Ratsmehrheit hatte die HABG-Aktien und damit Wohnungen unter grober Missachtung grundlegender kaufmännischer Prinzipien verkauft:

Die Stadt hatte nur mit einem Interessenten verhandelt und dem Verkauf hatte kein Wertgutachten zugrunde gelegen. Darüber hinaus soll Sitzungsvorlage auch hatte zwei Rechenfehler enthalten haben.

Die Alternative wäre gewesen, den Stadtdirektor zu beauftragen, für die Stadt oder stadtnahe Dritte Aktien der HABG aufzukaufen, um die Stadt in den Besitz von 50,1% des Aktienkapitals zu bringen.

Mehr Infos unter diesem Link

Zwischen 2002 und 2012, unter der SPD-geführten Stadtverwaltung, ist die Zahl der Sozialwohnungen von 2.911 auf nur noch 1.511 Wohnungen gesunken.

Am Mischpult saßen und sitzen Sozialdemokraten, die den Verlust von 1.400 öffentlich geförderten Wohnungen jahrelang tatenlos hingenommen hatten. Auch und gerade als Aufsichtsratsvorsitzende der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Hilden.

Weitere städtische Grundstücke wurden in der Folgezeit immer wieder besonders gerne wegen des größeren Profits an Investoren verkauft, die dort dann natürlich keine bezahlbaren Wohnungen erstellen.

Dieselben Leute beklagen heute den selbst verschuldeten Mangel und wollen um jeden Preis – auch um den eines Spielplatzes – jeden Grashalm zupflastern und preiswerten Wohnraum schaffen.

Für wie lange??? Danach widerholt sich die Geschichte…

Hilden – von Bäumen, Bauwut und Mangel (1)

Der große Wurf der Zusammenhänge will einfach nicht gelingen – also machen wir es scheibchenweise…

Folge 1  – Mangel an bezahlbaren Wohnungen:  Die Ursachen

Keiner hat das bisher besser erklärt als die Anstalt:

Wachstumsbranche: Die Mieter stören beim Wohnen – Die Anstalt vom 23.10.2018 | ZDF

Wer die ganze Sendung sehen will hier der Link  zur ZDF Mediathek (verfügbar bis 22.10.2019)

Beethovenstraße: Abriss noch voll im Gange

von Neubau natürlich noch nix zu sehen  und schon verkauft an  einen Investor…

Das war auch so angekündigt. Kein normaler Mensch hat indes damit gerechnet, dass im internationalen Bieterverfahren schon während der Abrissphase ein Investor gefunden wird.

Ob dann im Endeffekt wirklich und dauerhaft Wohnungen im  “preisgedämpften Bereich” (zwischen öffentlich geförderten Wohnungen und Hochpreissektor angesiedelt)  entstehen und erhalten bleiben darf bezweifelt werden. Auch wenn die Baudezernentin Rita Hoff  bei dem Projekt schon vor Monaten freudig auf “bezahlbare Mietwohnungen spekuliert hat…

Hier der Link zum Bericht der RP: Liwon verkauft Millionen-Objekt an Hamburg Trust 

 

 

Zurück vom Hambacher Forst nach Hilden

  • Auch in Hilden soll gerodet werden, denn die Bauwut grassiert wieder im Hildener Norden.

Die Fläche, die ab 01.10.2018 gerodet werden soll ist sehr viel kleiner als der Hambacher Forst und die geplante Rodung wird eher wenig beachtet. Man ist halt daran gewöhnt, dass Grün nur stört…

Es wird auch nicht ganz so dramatisch, wie der Bericht der RP befürchten ließ:

RP : Baurecht bricht Baumrecht

Wenn Sie unter folgendem Link nach Händelstraße 18 suchen,  können Sie sehen, wo nach §34 gebaut wird – vorhandene Bäume können Sie nicht sehen :

 Geoportal suche: Händelstraße 18

aber hier sehen sie auch das Grün

Nicht betroffen von der Bauwut ist die Städtische Grünfläche südlich des Baugebiets! 

Hilden – wo liegt die Mauer näher

Bauprojekt Schwanenstraße – ein Quell steter Freude – aktuell:

RP 20.07.2018: Mieter wird Fenster zugebaut

Uns würde sehr interessieren, ob dasselbe auch genehmigt worden wäre, wenn dort hinter dem Fenster die Bürgermeisterin oder die Baudezernentin wohnen würde…

Schlagworte, die uns spontan dazu einfallen sind: Baustopp, Bundesbauordnung, Landesbauordnung, Abstandsflächen, Bauwich, Recht auf gesundes Wohnen  (dazu wurde in Hilden auch schon mal ein Baum gefällt)

Manchmal wollen Bürger informiert werden.

Zitat RP:

Die Hildenerin wollte es genau wissen und besuchte die Bürgersprechstunde von Stadtchefin Birgit Alkenings (SPD). Sie kam wütend aus dem Rathaus zurück: „Die Bürgermeisterin begegnete mir auf dem Gang und erklärte gut gelaunt, ihr Stellvertreter übernehme an diesem Tag die Sprechstunde“, erinnert sich Christine Schwab. Der habe nur gesagt, ihm sei das ganze nicht bekannt und er könne nichts machen.

Und genau dazu fällt uns spontan dieses Postskriptum der RP vom 22.06.18 ein:

Wenn der Bürger stört…

Noch eine Frage sei erlaubt: Wer hat die Baugenehmigung erteilt und wer ist der Architekt?

Bauwut grassiert wieder im Hildener Norden

– die RP hat Tagesaktuell berichtet. Die Berichte waren so gut, dass wir uns einfach zurück gelehnt haben. 

Chapeau  

Für Sie hier die Links zu den RP-Artikeln – mit ein paar Kommentaren/Bemerkungen von uns.

RP 13.06.18: Anwohner klagt über zugeparktes Viertel

Natürlich sieht die radelnde Verwaltung jede Menge freier Parkplätze und kann den Frust der Anwohner überhaupt nicht verstehen…

RP 15.06.18:  Oderstraße: Harte Kritik am Bauprojekt

Ganz zu Recht gibt es harte Kritik am Bauvorhaben: Grünflächen sollen vernichtet werden – das ist nicht zuletzt auch eine Zumutung für die Bestandsmieter an der Oderstraße

RP 16.06.18: Oderstraße: Anwohner formieren sich

Zitat aus Artikel RP :”Ich kann mich sogar noch daran erinnern, dass der alte Herr Derr, der inzwischen leider verstorben ist, mit dem Blick ins Grüne geworben hat”, erinnert sich Apel. Jetzt an diesen Stellen alles zuzubauen, bedeute nicht nur einen großen Qualitätsverlust für die Anwohner – es führe auch die damalige Werbekampagne ad absurdum.

RP 19.06.18: Nach Bürger-Ärger: Politik sucht Lösung für Oderstraße

Wenn die gewählten Herrschaften im Rat samt Verwaltung gesunden Menschenverstand aktivieren würden, müssten sie jetzt nicht mit dem Nachdenken beginnen – dann hätten sie schon lange vorher festgestellt : so geht es nicht! Diesmal ziehen auch die sonst immer gerne benutzten Argumente von Entschädigungszahlungen, Eingriff in Eigentumsrechte usw. nicht!

RP 22.06.18: Wenn der Bürger stört . . .

Superbeitrag in der RP -hoffentlich wartet kein Maulkorb…

Vorweg zum nächsten RP-Artikel : Die MUTige Anregung in der Bürgeranhörung lautete (nicht wörtlich): Streichen sie die geplanten Gebäude an der Oderstraße ersatzlos besonders im Hinblick auf die Klimaerwärmung und Gefahren für die Bürger durch Starkregen und weitere Wetterphänomene. Andere Städte beginnen bereits ernsthaft über Entsiegelung nachzudenken und diese in Angriff zu nehmen während Hilden immer noch gerne das Placet zum weiteren Versiegeln gibt.

RP 26.06.18: Klimawandel belastet 38.000 Hildener mit “Hitze-Inseln”

Das spricht alles für sich. Trotzdem noch eine Bemerkung: Der DWD (Deutsche Wetter Dienst) hat vor Jahren die Giesenheide zunächst als Kaltluftentstehungsgebiet erkannt und – wer weiß schon was hinter den Kulissen abgelaufen ist – später sang und klanglos  bemerkt dann doch lieber nicht…

Jetzt soll außer der Bebauung an der Oderstraße auch das gesamte Bungert Gelände (ohne MacDonalds) großflächig zugepflastert werden.

So sieht Umweltschutz in Hilden aus

Hier finden Sie den Jahresbericht des LANUV:  Jahresbericht LANUV 2017

Natürlich wird gebaut

– hatte jemand etwas anderes erwartet?

Sorry, bin spät dran mit  Ergebnis aus dem StEA. Manchmal fehlt eben die Zeit oder die Konzentration.

Die RP hat mich erinnert.

Das kurzgefasste Resümee:

  1. Alle wollen immerzu die Außenbereiche freihalten von Bebauung (wo gibt es die eigentlich noch?  unbebaut!) – es findet sich aber immer eine Mehrheit, um genau dort dann doch zu bauen…
  2. Die Allianz gab sich vorübergehend einen grünen Anstrich – der Lack war aber sehr schnell verwittert.  Ein Spaziergang mit Herrn Bungert hat dazu gereicht…
  3. B90 versucht die grüne Farbe zu übernehmen und möchte zunächst ihren Sündenfall Giesenheide zu Ende bebauen lassen…
  4. Bei der BA wurde bis vor einiger Zeit Umweltschutz groß geschrieben – die Zeiten sind auch vorbei…
  5. Die Baufraktion freut sich – mit dem Investor – mal wieder mal ein Loch in den Bauch…
  6. Die SPD denkt schon darüber nach, Wohnungen für die vermeintlich zusätzlichen Arbeitnehmer zu bauen…
  7. Frau Hoff freut sich mit der Baufraktion über weitere Bebauung in der dichtest besiedelten kreisangehörigen Stadt von NRW.  Hilden erreicht hier außerdem Platz 10 von allen Städten in NRW –  Siehe IT-NRW – In ganz Deutschland belegt Hilden  Platz 34   Siehe Wikipedia.
  8. Es ist halt sehr einfach, Frau Hoff,  eine Muster-Gemeinde im zusätzlichen Flächenverbrauch zu sein, wenn die Flächen bereits verbraucht sind…

 

Mittwoch 02.05.2018 im StEA

Reste von Grün im Hildener Norden gesichtet – das muss sich ändern!

Bei B-Plan 62a Oderstraße ist die Messe doch schon fast gesungen.

Neu dazu kommt der Außenbereich Gerresheimer/Nordring, Die Stadt Hilden wandelt Pacht in Cash und Bungert hat wohl endlich einen Käufer gefunden – statt Tennis und Golf demnächst nur Gewerbe…

Das gefällt der SPD in Hilden so gut, dass sie jetzt schon dafür Reklame auf ihrer Homepage macht.

Wenn Sie das interessiert: Mittwoch 02.05. ab 17:00 Uhr öffentliche Sitzung  im Bürgersaal im Bürgerhaus Mittelstraße. Tagesordnung Stadtentwicklungsausschuss 

Beethovenstraße: Alle haben gepennt – jetzt lacht der Investor

Abrissgenehmigung erteilt – die Wohnungen leer –  die kleinen Geschäfte auch – nur Norma bleibt noch bis Juli.

Wie und zu welchem Preis die Mieter neuen Wohnraum gefunden haben ist nicht bekannt. Anscheinend gibt es ja doch genug preisgedämpften Wohnraum in Hilden…

Wer die Ex-Ladenmieter unterstützt bei der Suche nach einem neuen Objekt zur Existenzsicherung ist nicht bekannt.

Bekannt ist aber dass “…Real Estade GmbH” mitmischt und

Zitat RP: Die neuen Eigentümer  das Objekt nicht behalten wollen, sondern es im Rahmen eines Bieterverfahrens an nationale und internationale Investoren weiterveräußern.

Noch Fragen?

Hier der Link zum Artikel in der RP: RP 11.04.2018 Norma bleibt bis Juli