Kategorie-Archiv:Bauwut

Natürlich wird gebaut

– hatte jemand etwas anderes erwartet?

Sorry, bin spät dran mit  Ergebnis aus dem StEA. Manchmal fehlt eben die Zeit oder die Konzentration.

Die RP hat mich erinnert.

Das kurzgefasste Resümee:

  1. Alle wollen immerzu die Außenbereiche freihalten von Bebauung (wo gibt es die eigentlich noch?  unbebaut!) – es findet sich aber immer eine Mehrheit, um genau dort dann doch zu bauen…
  2. Die Allianz gab sich vorübergehend einen grünen Anstrich – der Lack war aber sehr schnell verwittert.  Ein Spaziergang mit Herrn Bungert hat dazu gereicht…
  3. B90 versucht die grüne Farbe zu übernehmen und möchte zunächst ihren Sündenfall Giesenheide zu Ende bebauen lassen…
  4. Bei der BA wurde bis vor einiger Zeit Umweltschutz groß geschrieben – die Zeiten sind auch vorbei…
  5. Die Baufraktion freut sich – mit dem Investor – mal wieder mal ein Loch in den Bauch…
  6. Die SPD denkt schon darüber nach, Wohnungen für die vermeintlich zusätzlichen Arbeitnehmer zu bauen…
  7. Frau Hoff freut sich mit der Baufraktion über weitere Bebauung in der dichtest besiedelten kreisangehörigen Stadt von NRW.  Hilden erreicht hier außerdem Platz 10 von allen Städten in NRW –  Siehe IT-NRW – In ganz Deutschland belegt Hilden  Platz 34   Siehe Wikipedia.
  8. Es ist halt sehr einfach, Frau Hoff,  eine Muster-Gemeinde im zusätzlichen Flächenverbrauch zu sein, wenn die Flächen bereits verbraucht sind…

 

Mittwoch 02.05.2018 im StEA

Reste von Grün im Hildener Norden gesichtet – das muss sich ändern!

Bei B-Plan 62a Oderstraße ist die Messe doch schon fast gesungen.

Neu dazu kommt der Außenbereich Gerresheimer/Nordring, Die Stadt Hilden wandelt Pacht in Cash und Bungert hat wohl endlich einen Käufer gefunden – statt Tennis und Golf demnächst nur Gewerbe…

Das gefällt der SPD in Hilden so gut, dass sie jetzt schon dafür Reklame auf ihrer Homepage macht.

Wenn Sie das interessiert: Mittwoch 02.05. ab 17:00 Uhr öffentliche Sitzung  im Bürgersaal im Bürgerhaus Mittelstraße. Tagesordnung Stadtentwicklungsausschuss 

Beethovenstraße: Alle haben gepennt – jetzt lacht der Investor

Abrissgenehmigung erteilt – die Wohnungen leer –  die kleinen Geschäfte auch – nur Norma bleibt noch bis Juli.

Wie und zu welchem Preis die Mieter neuen Wohnraum gefunden haben ist nicht bekannt. Anscheinend gibt es ja doch genug preisgedämpften Wohnraum in Hilden…

Wer die Ex-Ladenmieter unterstützt bei der Suche nach einem neuen Objekt zur Existenzsicherung ist nicht bekannt.

Bekannt ist aber dass „…Real Estade GmbH“ mitmischt und

Zitat RP: Die neuen Eigentümer  das Objekt nicht behalten wollen, sondern es im Rahmen eines Bieterverfahrens an nationale und internationale Investoren weiterveräußern.

Noch Fragen?

Hier der Link zum Artikel in der RP: RP 11.04.2018 Norma bleibt bis Juli

Groko wohin man schaut – auch in Hilden wieder voll im Einsatz

Von Bauwut, Grünflächen und Parkraum

Der letzte Stadtentwicklungsausschuss war wieder ein voller Erfolg für die Bauwütigen.

Natürlich ist der Satzungsbeschluss zu B-Plan 263 Schützenstraße gefasst worden. Nur Allianz und BA stimmten dagegen.

Die kleine Grünfläche an der Oderstraße (B-Plan 62 A) wird sicher nicht mehr lange grün sein. Wenn erst mal der Aufstellungsbeschluss gefasst ist, dann wird über kurz oder lang dort auch gebaut. Weiterlesen →

Mittwoch 14.03.2018 im StEA

Hilden Bürgersaal im Bürgerhaus ab 17:00 Uhr öffentliche Sitzung

Die Bauwut in Hilden grassiert weiter:

Hinterland Bebauung Schützenstraße wird endgültig besiegelt – oder zweifelt noch jemand am Satzungsbeschluss?

Sitzungsunterlagen B-Plan 263 Schützenstraße

Und im Norden wird vermutlich auch weiter zugepflastert:

  1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 63A für einen Bereich zwischen der Straße Grünewald und der Köbener Straße Aufstellungsbeschluss

Hier soll ein Garagenhof in Wohnbebauung umgewandelt werden. Tiefgarage statt Garagen – ob nach der Bebauung die Anlieger noch einen Parkplatz finden ist zweitrangig…

Sitzungsunterlage B-Plan 63 A

2.   Aufstellung der 2. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 62A für den Bereich Oderstraße; Aufstellungsbeschluss

Hier sieht die Sache anders aus. Eine der wenigen noch vorhandenen Grünflächen in dem Bereich soll zugebaut werden – sehr zum Ärger der Anwohner.

Sitzungsunterlage B-Plan  62 A

Hier der Link zur Tagesordnung StEA

 

 

 

So wurde u.A. entschieden im StEA

Wie nicht anders zu erwarten wird Einleitung des  Verfahrens zur Änderung des B-Plans 62A (Bereiche an der Oderstraße) mehrheitlich beschlossen.

B90  hat wegen der Bäume auf der Freifläche Bedenken – BA ist gegen das Vorhaben, da Wohnqualität für derzeitige Bewohner sinken werde –  CDU hat Bedenken wegen Parkplatz-Situation – Allianz weist auf Parkprobleme hin – SPD will 30 % sozialen Wohnungsbau.

Immerhin – hier wird sogar mal an Parkplätze gedacht…

Auch beschlossen:  Aufstellung der Änderung des Bebauungsplanes Nr. 63A für einen Bereich zwischen der Straße Grünewald und der Köbener Straße.

Natürlich wird auch der Offenlagebeschluss  für Bebauungsplan Nr. 263 ( Grundstücke Schützenstraße 41 und 43) mehrheitlich gefasst. Auch ohne 30 % Sozialwohnungen kann die SPD entgegen früherer Ankündigung zustimmen…

Morgen – Mittwoch – 08.11.2017 – StEA –

ab 17:00 Uhr öffentliche Sitzung Stadtentwicklungsausschuss u.A. mit den Bebauungsplänen  62A, 63A und 263:

Bereiche an der Oderstraße (62A) und zwischen der Straße Grünewald und der Köbener Straße (63A) werden nachverdichtet.

Wer zweifelt daran, dass die Offenlage für den Bebauungsplan Nr. 263 (Schützenstraße 41 und 43) beschlossen wird?

Wir jedenfalls nicht und sind auch jetzt schon überzeugt davon, dass der B-Plan genau so beschlossen wird, wie der Bauherr es gerne möchte…

Zitat aus Sitzungsvorlage: Mit dem vorliegenden Bebauungsplan der Innenentwicklung verfolgt die Stadt Hilden das im Baugesetzbuch verankerte, planerische Ziel, die innerstädtische Nachverdichtung der Inanspruchnahme von Außenbereichsflächen im Sinne des § 1a Abs. 2 BauGB vorzuziehen.

Und wo bitte außer  Stadtwald (zweckgebundene Schenkung) und Karnap (wird gerne angeknabbert) gibt es denn auf Hildener Stadtgebiet überhaupt noch nicht überplante bzw. nicht bebaute Außenflächen?

Hier die Tagesordnung mit weiter führenden Links

 

Schulplätze

Die neue Kita in einem der Schulgebäude auf dem Gelände der Theodor-Heuss-Schule wird demnächst komplett eröffnet. Die noch vorhandenen Gebäude sollen nach dem Willen einiger Parteien abgerissen und dann in Wohnraum umgewandelt werden.

Die Albert-Schweitzer-Schule wurde bereits 2009 aufgegeben. Das gesamte Gelände soll für Wohnraum – besonders auch für junge Familien – genutzt werden. Letzten Monat wurde der Abriss der Albert-Schweizer-Hauptschule beschlossen.

In Hilden wird Schulraum vernichtet, der wahrscheinlich in den kommenden Jahren fehlen wird!

In vielen Städten zeigt sich dieses Jahr nach den Sommerferien ein Problem das seit längerer Zeit absehbar war. Viele Schulkinder finden keinen Platz in weiterführenden Schulen in der Nähe des Wohnorts. Für viele bedeutet das lange Schulwege.

In Köln mussten 159 Kinder von der Stadt auf von Eltern und Kindern nicht gewünschte Schulen umverteilt werden. Oftmals gab es nicht nur Absagen von der Schule der ersten Wahl, sondern auch von der der zweiten und dritten Wahl.

In Frankfurt ist die Zahl der Schüler, die nicht in ihrer Umgebung zur Schule gehen können, sogar noch höher. Insgesamt hat das Staatliche Schulamt 544 Kindern einen Platz zuweisen müssen, oft auch in Schulen die sowohl von Eltern als auch Kindern abgelehnt wurden.

In Bochum hat sich sogar der Stadtverband der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft an einem offenen Brief des Bochumer „Forum für Antirassismus und Kultur e.V.“ an die Verwaltung beteiligt. In dem Brief werden die fehlenden Schulplätze, der Lehrermangel und das Fehlen von Klassenzimmern beklagt.

In Berlin gibt es eine Prognose der Senatsbildungsverwaltung, die davon ausgeht, dass im Jahr 2021 rund 18.000 Schulplätze fehlen werden.

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass die Zahl der Schüler deutlich ansteigen wird. Die Studie prognostiziert für 2025 eine Schülerzahl von 8,3 Millionen, das zuständige Ministerium geht nur von 7,2 Millionen Schülern aus. Es fehlen laut Bertelsmann Stiftung in Grundschulen – entsprechend zeitversetzt dann auch in weiterführenden Schulen – Lehrer und Klassenzimmer.

Die in Hilden öffentlich zur Verfügung stehenden Zahlen sind aus dem Jahr 2013 und damit aus heutiger Sicht so veraltet, dass damit keine vernünftigen Prognosen zu erstellen sind.
Weder der gesellschaftlichen Änderung hin zu mehr Kindern noch der Zuwachs durch Flüchtlinge sind in den veralteten Zahlen enthalten.

Für eine seriöse, vernünftige Planung müssen  in Hilden neue und aktuelle Zahlen auf den Tisch.

An der dringend benötigte zusätzliche KITA lässt doch schon erkennen, dass auch Hilden sich die Vernichtung von Schulräumen nicht erlauben kann…

Mit Blick auf die Studie der Bertelsmann Stiftung und den Zahlen und Prognosen aus dem Bundesgebiet, stellt sich die Frage, ob es nicht zu kurz gedacht ist, alte Schulgebäude abzureißen und aus den freien Flächen Bauland zu gewinnen – gerne dann für Familien mit Kindern…

Wo sollen die Kinder der neuen Kita auf dem Gelände der Theodor-Heuss-Schule später einmal zu Schule gehen?