Kategorie-Archiv:Bäume

PM BUND: Großdemo auf Samstag, 6. Oktober 2018 vorverlegt

Noch schneller den Hambacher Wald retten und Kohle stoppen:

Großdemo auf Samstag, 6. Oktober 2018 vorverlegt

Berlin/Düsseldorf/Buir, 18. September 2018: Nachdem RWE vergangene Woche mit der Räumung der Baumhäuser im Hambacher Wald begonnen hat, ziehen auch Umweltschützer ihre Proteste vor. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Greenpeace und die NaturFreunde Deutschlands verlegen ihre gemeinsame Demonstration gegen die Rodung des Waldes auf Samstag, 6. Oktober 2018, um RWE vor dem möglichen Start der Abholzung ab 15. Oktober 2018 ein klares Stopp-Signal zu senden. Ursprünglich war die Demo am Tag zuvor (14.10.) geplant. Weiterlesen →

PM BUND NRW: Rodung des Hambacher Waldes –

RWE hat nicht das Recht auf seiner Seite – Rodungen im Zuge der aktuellen Räumung finden auch außerhalb des für den Tagebau genehmigten Rodungsbereiches statt

Düsseldorf, 14.09.2018 | Das aktuelle Vorgehen von RWE am Hambacher Wald verschärft den politischen Konflikt und eskaliert die Lage vor Ort. Dazu erklärt der Vorsitzende des BUND Landesverbands NRW Holger Sticht: „RWE handelt nicht nur gesellschaftlich unverantwortlich, sondern will eine klar rechtswidrige Rodung des Hambacher Waldes betrieben. Grundsätzlich gilt, dass RWE bis heute keine bestandskräftige Genehmigung für die Rodung des Hambacher Waldes hat. Der Konzern darf auch nicht ab 1. Oktober roden. Ein Grund ist die anhängige Klage des BUND.“ Wegen dieser Klage hatte sich der Konzern nach gerichtlicher Aufforderung verpflichtet, bis Mitte Oktober Rodungen zu unterlassen. Sticht weiter: „In Wahrheit wird schon bei der jetzigen Räumung gerodet. RWE unterstützt aktiv diese Fäll- und Räumarbeiten im Wald mit schwerem Gerät und Personal. Wir fordern RWE und die zuständigen Behörden auf, diese drastischen Eingriffe sofort einzustellen. Das ist nicht nur politisch geboten, es ist auch rechtlich erforderlich.“ Weiterlesen →

Hambacher Forst retten statt roden

Wenn es nach RWE geht, soll der Hambacher Wald dem Tagebau weichen. Obwohl die Kohle-Kommission gerade über den Kohleausstieg verhandelt, will der Energiekonzern Fakten schaffen und den letzten Rest des Hambacher Waldes für den Tagebau abholzen.

Fordern auch Sie Bundes- und NRW-Landesregierung auf, sich für den Erhalt des Hambacher Waldes einzusetzen.

Senden Sie eine Mail und appellieren Sie an Bundesumweltministerin Svenja Schulze, NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: Retten Sie den Hambacher Wald!

Den Appell können Sie hier unterzeichnen: Eilige Mitmachaktion des BUND 

Ihnen zu Kenntnis  der Offener Brief    von Betroffenen, Verbänden und Initiativen an die Kohlekommission für ein sofortiges „Braunkohlen-Moratorium“

Hilden – Deine Bäume brauchen Wasser

Wieder lesenswerter Artikel in der RP 01.08.18 : Feuerwehr-Experte: Stadt heizt Problem an

Wenn dem Bauhof die Zusatzaufgabe der flächendeckenden Bewässerung trotz Urlaubszeit ohne weitere Hilfe so gut gelingt dann ist der Bauhof im Normalfall überbesetzt…

Mittlerweile machen wir uns nicht nur Sorgen um die Bäume sondern auch um den Journalisten Peter Clement. Vor kurzem hatten wir bereits einen Maulkorb für ihn befürchtet.

Wer heute den Wochenanzeiger gelesen hat, weiß Bescheid. Hier wird die Meinung der Verwaltungsspitze flächendeckend an alle Haushalte verteilt.  Wäre doch gelacht, wenn Bürgermeisterinnen-Kritiker nicht diskreditiert werden könnten…

Der Flurfunk prophezeit  übrigens bereits den Shitstorm…

Hilden: Bäume haben keinen Stellenwert

Zitat RP: Düsseldorf und Wuppertal hatten den Anfang gemacht. Inzwischen rücken auch In Mettmann, Wülfrath und Langenfeld Feuerwehrleute aus, um die Städte beim Wässern von Bäumen zu unterstützen. Hilden lehnt das ab.

RP: Stadt bleibt beim Nein zu Feuerwehreinsätzen für Bäume

Zitat RP: Zum Vergleich: Auf der Internetseite der Hildener Feuerwehr werden aktuell sechs Löschfahrzeuge aufgeführt – in Wülfrath sind es nur fünf. Wülfraths Feuerwehr hilft bei der Bewässerung, die Hildener nicht, weil das von der Stadtspitze offenbar nicht gewünscht ist.

Noch ein Zitat RP: …oder Privatleute dem Aufruf von Bürgermeisterin Birgit Alkenings folgen und selbst vor ihrer Haustür Hand anlegen.

Ich brauchte dazu keine Aufforderung, um die Linde vorm Haus zu wässern und  Herr Fleckenstein kümmerte sich  lange bevor unsere Stadtspitze die Not der Natur registriert hat…

Sehr schade, dass das Postskriptum “Hildens Klimaproblem sitzt im Rathaus” nicht online verfügbar ist.

Hier unsere Kommentar:

Arroganz der Stadtspitze

Während in benachbarten Gemeinden die Hilfe der örtlichen Feuerwehr für das Bewässern der städtischen Bäume gerne in Anspruch genommen wird, nimmt die Stadtspitze es billigend in Kauf, dass einige Bäume durch die andauernde Trockenheit absterben. Wenn der städtische Bauhof es doch nicht schafft, sämtliche Grünanlagen ausreichend zu bewässern, sollte man doch wirklich Hilfe, welche zudem nichts kostet und von der Allgemeinheit getragen wird, in Anspruch nehmen.

Und wenn die Trockenheit noch länger andauert, ist das Gejammer im nächsten Frühjahr groß wenn viele Bäume die Trockenheit nicht überlebt haben.

Die Kommunalpolitik ist hier gefragt um der Bürgermeisterin mal deutlich die möglichen (finanziellen) Auswirkungen aufzuzeigen.

Wahnsinn aus der EU

Gestern habe ich in der Süddeutschen Zeitung einen Artikel über die Klimaschutzmaßnahmen der EU gelesen und konnte fast nicht glauben, was ich da lese.

Die EU möchte die fossilen Brennstoffe durch erneuerbare ersetzen, dies ist Erstmal eine positive Meldung. Allerdings muss man an dieser Stelle genauer hinsehen.

Die EU hat vor, die Richtlinien zu den erneuerbaren Energien zu verändern – genauer will die EU ganze Bäume und nicht nur Holzreste zu erneuerbarer Energie erklären. Das Argument dazu: Bäume sind nachwachsende Rohstoffe, die CO2 in der Wachstumsphase aufnehmen. Soweit so richtig. Weiter wird argumentiert, dass das beim Verbrennen der Bäume ausgestoßenen CO2 durch die nachwachsenden Bäume wieder aufgenommen wird und somit das Verbrennen von Bäumen CO2-neutral ist. Was die EU hier nicht bedacht hat, ist erstens einen Baum verbrennen geht schnell, wachsen dauert Jahre oder Jahrzehnte. Zweitens könnte allein Deutschland gar nicht genug Bäume “produzieren” um große Teile der fossilen Brennstoffe durch Bäume zu ersetzen und müsste diese dann importieren. Das kann nicht im Sinne des Klimaschutzes sein.

Hier der Link zum Artikel in der Süddeutschen

 

Hilden, eine waldreiche Stadt?!

Wenn es in Hilden darum geht, dass mal wieder eine Freifläche zugebaut wird kommt immer das Argument: „Hilden sei eine waldreiche Stadt.“  Aber was bedeutet das eigentlich genau?

Hilden wird gerne mit Düsseldorf verglichen. Da die beiden Städte eine ähnliche Siedlungsdichte aufweisen, sind hier mal die groben Zahlen für die beiden Städte.

Hilden hat laut Statistischem Jahrbuch 2013 (eine neueres gibt es nicht) eine Waldfläche von 6.357.431 m² bzw. 635,7 ha, dass entspricht 24,50 % des Stadtgebiets (dank des zweckgebundenen Vermächtnisses des Stadtwalds). Es werden im Statistischen Jahrbuch zwei Mal Erholungsflächen ausgewiesen. Einmal unter Gebäude- und Freifläche hier 146.033 m² und einmal gesondert als Erholungsfläche hier 1.452.717 m² bzw. 145 ha 5,60 % wobei Grünanlagen mit 1.154.296 m² den Großteil dieser ausmachen. Grünanlagen umfassen sowohl private als auch öffentliche Grünanlagen.

Düsseldorf hat eine Waldfläche von 2514,68 ha, das entspricht 11,57% des Stadtgebiets. Erholungsfläche ist mit 112,01 ha  0,52 % und Freifläche  293,58 ha 1,35% der Stadtfläche, sowie Grünanlage von 1 331,30 ha 6,12%  ausgewiesen.

Über die Vergleichbarkeit lässt sich streiten, da die beiden Städte ihre Flächen unterschiedlich deklarieren, aber es geht mir nur um einen groben Vergleich der beiden Städte.

Schaut man sich jedoch die Zahlen an kann man sagen, dass Hilden prozentual mehr Wald als Düsseldorf hat.

Allerdings hat Düsseldorf in absoluten Zahlen fast eine viermal so große Waldfläche wie Hilden. Und dabei hat Düsseldorf einen höheren Anteil an Grün-, Frei- und Erholungsflächen sowohl prozentual als auch in absoluten Zahlen.

Ein Vergleich mit den Städten des Kreises Mettmann ist leider nicht wirklich vielversprechend, da die Deklaration der verschiedenen Flächen je Stadt anders ist oder sich keine entsprechenden Zahlen finden lassen.