Autor-Archiv:Ursula Probst

Ich versteh nur Bahnhof…

Viele Jahre war der „Schandfleck Bahnhof“ ein wichtiges Thema für MUT. Viele Aktionen wurden von uns durchgeführt. Dann endlich war es soweit – das Denkmal Bahnhof erstrahlte in neuem Glanz. Zufrieden mit dem Ergebnis haben wir das Thema Bahnhof zu den Akten gelegt.

Lange Zeit war auch Ruhe an der Front. Immer mal wieder die eine oder andere Störung. Aber seit 2016 wird der Bahnhof wieder zum Dauerbrenner und das hat Gründe:

Zitat RP: Problem Nr. 1: „Durch den Bahndamm der DB dringt von oben Wasser ein“, berichtet Mittmann: „Wasser und Elektrik vertragen sich nicht. Den Bahndamm abzudichten, würde richtig viel Geld kosten. Deshalb haben wir die Beleuchtung an den feuchten Stellen stillgelegt.“

Problem Nr. 2: Die Wand-Beleuchtung ist zwar chic und ausgefallen. Die gesamte Anlage ist aber nicht feuchteraum-geeignet. Sie verbraucht dazu viel Strom (für mehr als 10.000 Euro im Jahr). Und ist überdies auch noch sehr wartungsaufwendig: Wenn eine Leuchtstoffröhre ausgetauscht werden muss, muss der Glaser kommen und eine Glasscheibe demontieren.

Kaum zu glauben – jeder Heimwerker weiß, dass Strom und Wasser sich nur unter ganz besonderen Bedingungen vertragen und eine Fachfirma ignoriert das???

Sonst wird immer gerne Geld für Gutachten ausgegeben, die dann häufig in der Schublade verstauben. Hier hätte eine Begutachtung vor der Auftragsvergabe sich gelohnt und dumme und unnötige Folgekosten ersparen können…

Hier der Link zum Artikel in der RP:
Tunnel entwickelt sich zum Dauerproblem

Auch das stand in der RP:
Kümmerer für Bahnhof gesucht

Noch mehr Ärgerliches zum Bahnhof in der RP:
Licht-Installation im Tunnel ist kaputt

MUTiger Bürgerantrag im Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz

Abgebügelt wie nicht anders zu erwarten. Ja – in der Tat ist es ganz schön mutig so etwas in Hilden „anzuzetteln“.

Immerhin die Wählergemeinschaft  Allianz für Hilden hat dem in der Sitzung geänderten Antrag zugestimmt.

Hier der geänderte  Bürgerantrag

Die BA versteht den gesamten Bürgerantrag und seinen Zweck nicht.

FDP sieht im Antrag ein Bürokratiemonster und kann ihn nicht nachvollziehen. Eine Vergleichbarkeit von Hilden mit anderen Städten sei nicht gegeben.

Die SPD legt so kurz vor Landtags- und Bundestagswahl ganz besonderen Wert darauf dem „S“ aus dem Parteikürzel nach langer Zeit plötzlich und unerwartet wieder gerecht zu werden. Nichts ist derzeit wichtiger als „sozial“ – da ist die Forderung nach preisgünstigem Wohnraum auch reserviert und wehe dem, der die Hürden dafür erhöhen will.

Immerhin haben wir von der SPD etwas gelernt:

Hilden ist nicht die dichtest besiedelte kreisangehörige Stadt in ganz Deutschland – aber Platz 32 stimmt auch nicht! Wir werden dies in den nächsten Tagen nachbearbeiten.

B90/Grüne betont, dass Grünflächen für sie wichtig seien, aber trotzdem Wohnraum geschaffen werden muss…

CDU zieht sich geschickt aus der Affäre und vermeidet eine öffentliche Äußerung.